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Das Columbiabad in Neukölln. Foto: imago images/Andreas Gora
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Update 250 Badegäste bedrängen Polizei Massentumult in Berliner Columbiabad – nach Wasserpistolen-Streit

Nasenbruch, Schlägerei, Polizeieinsatz – Wieder kam es in einem Berliner Freibad zu tumultartigen Szenen. Die Bäderbetriebe kündigten mehr Wachpersonal an.

Erneut ist es in einem Berliner Freibad zu einer Schlägerei, Tumulten und einem großen Polizeieinsatz gekommen. Polizisten und Wachleute wurden am Sonntagnachmittag in dem Neuköllner Columbiabad von bis zu 250 Badegästen bedrängt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Wie vor einer Woche entstand den Angaben zufolge ein Streit nach Spritzen mit einer Wasserpistole. Eine 21-jährige Frau und ihre Begleiter beschwerten sich laut Zeugenberichten und Polizei gegen 17.15 Uhr über spritzende Kinder.

Ein Mann im Alter zwischen 35 und 40 Jahren mischte sich ein, er soll der Frau aus nächster Nähe ins Gesicht gespritzt haben. Sie habe gespuckt, er mit der Wasserpistole zugeschlagen, später wurde ein Nasenbeinbruch festgestellt. Der Mann verschwand.

Alarmierte Polizisten untersuchten den Vorfall, dann sei es „aus bislang nicht geklärten Gründen plötzlich zu Tumulten“ gekommen.

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Bis zu 250 Badegäste sollen Polizei und Wachdienst bedrängt haben. Der Aufforderung das Bad zu verlassen, kamen nicht alle Menschen nach. Immer mehr Menschen mischten sich ein, die Situation eskalierte.

Die Polizei sprach von "aggressiv-lautem Verhalten" durch Badegäste, es sei jedoch zu keinen direkten Angriffen gekommen. Die meisten Menschen hätten die Anweisungen der Wachleute missachtet, schließlich wurde das Bad geschlossen. Erst die Verstärkung der Polizei konnte für Ruhe sorgen. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch.

Massenschlägerei mit 100 Menschen am Steglitzer Insulaner

Am Sonntag vor einer Woche gab es einen ähnlichen Vorfall am Steglitzer Bad Insulaner: Nach einer Spritzerei mit Wasserpistolen und einem folgenden Streit ist dort eine Massenschlägerei von etwa einhundert Menschen ausgebrochen. Die Polizei rückte mit 13 Streifenwagen und Teilen einer Einsatzhundertschaft an, um die Lage zu beruhigen.

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Ermittelt wurden vier Verdächtige im Alter zwischen 15 und 23 Jahren. Einer von ihnen soll auf einen Wachmann eingeschlagen haben. Ein anderer Mann wurde durch einen Messerstich verletzt.

Nach Debatten und viel Kritik vor allem von der CDU kündigten die Berliner Bäderbetriebe (BBB) daraufhin an, noch mehr Wachleute einzusetzen. In elf Freibädern waren vor einer Woche schon 172 Wachleute unterwegs.

Wie viele dazu kommen sollten, war nicht ganz klar. Die CDU hatte Einlasskontrollen gefordert - die es aber an fast allen Bädern längst gibt. (mit dpa)

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