Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Die neue Landesschülersprecherin Ha Thu Nguyen engagiert sich schon seit zwei Jahren für Schülerbelange. Foto: Torben Krauß
© Torben Krauß

15 Jahre, Gymnasiastin, engagiert Ha Thu Nguyen ist Berlins neue Landsschülersprecherin

"Gemeinsam haben wir eine starke Stimme", ist die Vorsitzende des Landesschülerausschusses überzeugt. Die Friedrichshainerin geht in Lichtenberg zur Schule.

Die 15-jährige Ha Thu Nguyen vom Immanuel Kant-Gymnasium in Lichtenberg ist nach Tagesspiegel-Informationen am Dienstagabend zu Berlins neuer Landesschülersprecherin gewählt worden.

Ha Thu engagiert sich seit ihrem 14. Lebensjahr in Schülergremien, darunter etwa in der Bundesschülerkonferenz, im Landesschülerausschuss und im Bezirksschülerausschuss Lichtenberg. Die Zehntklässlerin hat ihre Gremien auch schon in der Vergangenheit nach außen vertreten, etwa in der Bundesschülerkonferenz oder bei einer Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft der Grünen anlässlich des Schuljahresstarts.

Góngoras Vorgänger Felix Stephanowitz war - für manche überraschend - am Dienstag ebenfalls zur Wahl angetreten. Ha Thu Nguyen siegte knapp mit 12 zu 11 Stimmen. Gewählt wurde in Präsenz in der Aula der Lichtenberger Max-Taut-Schule, die über eine besonders große Aula verfügt. Stimmberechtigt waren wie üblich zwei Schülervertreter pro Bezirk.

Bei der anschließenden Wahl der Referenten soll es zum Streit gekommen sein: Die Gremien gelten schon seit längerer Zeit als von Intrigen geplagt.

Der neu gewählte Vorstand widersprach allerdings später am Abend dieser Darstellung. Es habe sich bei der Wahl nur um einen "regen Austausch verschiedener Mitglieder" gehandelt, teilte der Vorstand dem Tagesspiegel mit. Für "alle" habe die "produktive Zusammenarbeit des Gremiums im Vordergrund gestanden".

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Nguyens Vorgänger, der Reinickendorfer Richard Gamp und der Charlottenburger Miguel Góngora, hatten den Posten jeweils nur ein halbes Jahr inne: Góngora war ausgeschieden, weil er die Schule abgeschlossen hatte, Gamp begründete seinen Rückzug auf Anfrage damit, dass er sich auf sein Abitur vorbereiten wolle.

Der neuen Landesschülersprecherin wird zugetraut, eine ausgleichende Rolle einzunehmen. Die Zehntklässlerin formulierte denn auch am Abend gegenüber dem Tagesspiegel als Ziel: "Als Landesschülersprecherin möchte ich mich für einen starken Landesschülerausschuss einsetzen, der für die Schüler*innen da ist. Wir sind alle Schüler*innen und  gemeinsam haben wir eine starke Stimme, die von der Politik gehört wird."

Zur Startseite