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JUGEND erinnert bringt junge Menschen an Gedenkorten zusammen / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/129525 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Stiftung EVZ Bildungs-App, Graphic Novel, Online-Ausstellung: Bundesprogramm 'JUGEND erinnert' fördert neue Formate zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit

Berlin (ots) - Ein virtueller Rundgang durch die Gedenkstätte Malyj Trostenez bei Minsk, eine Bildungs-App zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust und eine digitale internationale Jugendbegegnung: Im Programm JUGEND erinnert international fördern die Stiftung EVZ und das Auswärtige Amt seit 2020 insgesamt 25 internationale Projekte. Diese ermöglichen jungen Menschen sowie pädagogischen Fachkräften die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und transnationales Lernen durch Begegnungen an historischen Orten. Zudem werden neue digitale Formate für die Erinnerungskultur in den Projekten entwickelt und erprobt.

Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, dazu: "Hass und Hetze, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus müssen wir entschieden entgegentreten, auch im Netz. Mit 'JUGEND erinnert' fördern wir eine europäische Erinnerungskultur und bringen junge Menschen aus ganz Europa zusammen, die gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Jetzt entwickeln wir das Programm mit neuen und digitalen Formaten gezielt weiter."

Die internationalen Projektpartnerschaften im Programm JUGEND erinnert konnten trotz der weltweiten Corona-Pandemie innovative Konzepte für die historisch-politische Bildung entwickeln. Sie haben eine große Vielfalt hybrider Projektformate umgesetzt, die Bildungs- und Gedenkarbeit vor Ort mit transnationalem und grenzüberschreitenden Lernen verbinden. Die sinnvolle, kreative Verbindung von "online" und "offline, "virtuell" und "real" birgt auch in Zukunft enormes Potential für die Weiterentwicklung bewährter pädagogischer Konzepte in der internationalen Jugend- und Bildungsarbeit.

Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, dazu: "Das Programm 'JUGEND erinnert' fragt nach der Zukunft, in der wir leben wollen. Wir als Stiftung EVZ meinen: Es sollte eine Zukunft sein, in der wir sensibilisiert sind für Ausgrenzungen und Diskriminierung, in der wir Verschiedenheit schätzen und einstehen für ein respektvolles Miteinander. Faktenorientiere Auseinandersetzung mit und Lernen aus der Geschichte ist die Grundlage dafür. Deshalb ermutigen wir junge Menschen, selbst Erinnerungskultur zu gestalten und aktiv gegen Ausgrenzung und diskriminierende Ideologien einzutreten."

Graphic Novel, Bildungs-App, Serious Game: drei Projekte aus dem Programm JUGEND erinnert

- In Erweiterung der bereits erprobten Bildungsplattform Ester (https://ester.rs/en/) entsteht ein Format zur Erstellung von Graphic Novels, also illustrierten Romanen. Es kann an Orten der NS-Verfolgung für die (familien-)biografische und lokalhistorische Bildungsarbeit eingesetzt werden kann. - Beim deutsch-israelischen Jugendguide-Austausch "Pieces of Memory (https://www.facebook.com/piecesofmemory/)" zwischen dem Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb und dem Ghetto Fighters' House in Israel entsteht eine Internetausstellung über die Schicksale von Verfolgten und Überlebenden mit Zeitzeug:innen-Interviews, Bild- und Textmaterial. - Das Serious Game "Train to Sachsenhausen" entsteht in Kooperation mit den Macher:innen des ausgezeichneten Games "Attentat 1942". Es thematisiert die Studierendenproteste 1939 im Protektorat Böhmen und Mähren, die infolge der sogenannten Sonderaktion Prag aufflammten. Das Spiel arbeitet mit historisch-archivalischen Materialien und einem biografisch-familiengeschichtlichen Ansatz. Bei den Spieler:innen befördert es eine klare Positionierung gegen Mechanismen der Ausgrenzung von Minderheiten.

Terminmerker: Diskussionsveranstaltung "YOUNG PEOPLE remember -shaping the Future of Remembrance together" auf YouTube

Beim öffentlichen Auftakt des Network Meetings der 25 geförderten Projekte diskutieren Vertreter:innen der geförderten Projekte, Expert:innen und junge Engagierte darüber, wie eine lebendige, inklusive und partizipativ angelegte und transnational ausgerichtete Erinnerungskultur aussehen kann. Die Veranstaltung findet im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin Niederschöneweide statt und wird live auf YouTube übertragen. Es moderiert Sumi Somaskanda (Deutsche Welle). Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Datum: Montag, 29. November 2021

Zeit: 15.30 - 16:50 Uhr (MEZ)

Link: www.youtube.com/stiftungevz

Über die Stiftung EVZ

Die Stiftung EVZ bezeugt die Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht. Sie nahm im Jahr 2000 ihre Arbeit auf: Das Gründungskapital in Höhe von 5,2 Mrd. Euro wurde jeweils zur Hälfte vom deutschen Staat und von der deutschen Wirtschaft aufgebracht. Bis 2007 leistete sie Zahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter:innen des NS-Regimes. Seit 2001 fördert sie Projekte für die Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung und setzt sich für Menschenrechte und Völkerverständigung ein.

Weiterführende Informationen

- JUGEND erinnert im aktuellen Koalitionsvertrag (S. 124) (https://www.zeit.de/politik/2021-11/koalitionsvertrag.pdf) - Das Programm JUGEND erinnert auf der Website der Stiftung EVZ (https://www.stiftung-evz.de/handlungsfelder/auseinandersetzung-mit-der-geschichte/jugend-erinnert.html) - MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor 2021 der Stiftung EVZ: http://www.stiftung-evz.de/memo

Pressekontakt:

Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) Katrin Kowark Friedrichstraße 200 10117 Berlin Tel. +49 (0)30 - 25 92 97 24 Mobil +49 (0) 151 500 470 64 E-Mail: kowark@stiftung-evz.de www.stiftung-evz.de

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