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Medizin "Wir schenken Lebensqualität"

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Seit 2011 begleiten die Malteser Menschen mit Demenz und unterstützen Angehörige in ihrem Pflegealltag. Sie sind berlinweit aktiv und betreuen Betroffene sowohl daheim als auch in der Gruppenarbeit. Mit einem vielfältigen Kulturprogramm sorgen die Malteser außerdem dafür, dass Menschen mit Demenz am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Darüber hinaus beraten sie kostenlos zu allen Fragen rund um das Thema Demenz.

Betreuungsangebote: Zerstreuung, Vergesslichkeit und Verwirrung stellen ältere Menschen und deren Angehörige vor große Herausforderungen. Mit unseren Betreuungsangeboten möchten wir Betroffene in ihrem Sein stärken und Angehörige entlasten. Ob in Gruppen oder einzeln in der Häuslichkeit, wir begleiten Menschen mit Demenz individuell und nach ihren Wünschen. Mehr über unsere Betreuungsangebote erfahren Sie unter: www.malteser-berlin.de/demenz-betreuung

Kulturangebote: Kultur ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben. Vor allem Menschen mit Demenz haben die Chance, sich durch Kunst und Kultur mitzuteilen und ihrem Umfeld Gefühle zu vermitteln, wo sie es sonst nicht vermögen. Mit unserem Kulturprogramm erleben demenziell veränderte Menschen Spiritualität, Musik, Kunst und Natur in einem geschützten Rahmen. Unser Kulturprogramm für Menschen mit Demenz ist deutschlandweit das größte. Erfahren Sie hier mehr darüber: www.malteser-berlin.de/demenz-kultur.

Wir freuen uns über Ihre Spende für die Kulturarbeit.
Empfänger: Malteser Hilfdienst e.V., Stichwort Demenzkulturarbeit
PAX Bank  |  IBAN: DE03 370 60 120 120 120 4018

Qualifizierung: Menschen, die sich bei uns engagieren wollen, können sich durch den Kurs „Das palliative Konzept zur Betreuung von demenziell veränderten Menschen nach Silviahemmet“ zu Demenzbegleitern qualifizieren lassen. Über Inhalte und Termine können Sie sich hier informieren: www.malteser-berlin.de/demenz-qualifikation

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Warum ist es wertvoll, sich in der Demenzarbeit zu engagieren?

Der Malteser Hilfsdienst e.V. betreut in Berlin mehr als 200 Familien mit einem an Demenz erkrankten Menschen. Susanne Karimi, Leiterin der Demenzarbeit des Malteser Hilfsdienstes Berlin, erläutert, warum Helfer dringend gesucht werden und die Aufgabe eine Bereicherung sein kann.

Tagesspiegel: Warum ist der Malteser Hilfsdienst ein guter Ansprechpartner für Demenzkranke?

Susanne Karimi: Für uns ist Demenz kein Stigma, sondern Teil unserer Gesellschaft. Dazu gehört, dass für uns die Demenz nicht im Vordergrund steht. Wir wollen gemeinsam mit den betroffenen Familien herausfinden, wie wir sie entlasten und sie in ihrem Pflegealltag unterstützen können.

Wie bereiten Sie die ehrenamtlichen Helfer der Malteser auf ihre Aufgaben vor?

Karimi: Alle unsere Helfer werden von uns zum Demenzbegleiter geschult. Dabei erfahren sie mehr über die Besonderheiten dieser Erkrankung und den Demenzverlauf. Sie lernen vor allem, dass ein wertschätzender und offener Umgang notwendig ist. Was wir natürlich nicht schulen können ist Empathie. Das müssen die Ehrenamtlichen mitbringen.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Karimi: Die Demenz verändert sich in ihrem Verlauf. Zum Beispiel geht zum Ende hin bei vielen Erkrankten die Sprache verloren. Deshalb sind andere Wege der Kommunikation nötig, auf die wir unsere Helfer vorbereiten. Anstatt mit Sprache arbeiten die Demenzbegleiter dann mit Musik oder Berührung.

Studien belegen, dass viele Menschen mehr Angst vor einer Demenz haben als vor Krebs. Woran liegt das?

Karimi: Eine solche Angst besteht weniger vor der Erkrankung an sich, sondern eher vor dem Verlust der Kontrolle des eigenen Lebens und der Erinnerung daran.

Wie begegnen Sie als Malteser diesen Ängsten?

Karimi: Es ist in Ordnung, Angst zu haben. Warum auch nicht? Denn es handelt sich schließlich um die Symptome einer unheilbaren Krankheit. Wir Malteser sind da, um einerseits die Angehörigen zu stützen, sie zu beraten und zu entlasten. Andererseits möchten wir den demenziell veränderten Menschen Lebensqualität schenken, sodass sie weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können – bis zum Schluss.

Mit welchen Angeboten helfen die Malteser konkret Demenzkranken und ihren Angehörigen?

Karimi: Wir haben spezielle Gruppenangebote, unsere Café Maltas, wo sich Menschen mit Demenz einmal in der Woche treffen können. Dort gibt es individuelle Beschäftigungsangebote, Ausflüge und natürlich Kaffee und Kuchen. Auch zu Hause betreuen wir Betroffene, gehen spazieren, stärken ihre Alltagskompetenz oder backen und kochen gemeinsam. Das entlastet vor allem die Angehörigen, da sie in dieser Zeit etwas für sich tun können.

Warum kann es andere bereichern, in der Demenzarbeit aktiv zu sein?

Karimi: In kaum einer anderen Arbeit mit Menschen erfährt man so viel Authentizität wie in der Demenzarbeit. Man bekommt immer ein ehrliches Feedback, und das ist sehr erfrischend. Wenn einem demenziell Erkrankten auch im nobelsten Restaurant der Stadt das Essen nicht schmeckt, würde er das offen sagen. Unsere Helfer erfahren hier so viel Wertschätzung von den Familien, dass sie wie selbstverständlich zu Familienmitgliedern werden. Das ist immer wieder schön zu sehen.

An wen kann man sich wenden, um Hilfe zu bekommen oder sich bei Ihnen zu engagieren?

Karimi: Informationen über eine Unterstützung oder ein Engagement finden Sie auf unserer Homepage www.malteser-berlin.de/demenz oder telefonisch unter 030-34 800 32 61. Für eine persönliche Beratung stehen unsere Demenzkoordinatoren unverbindlich und kostenlos zur Verfügung.

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