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Anzeige Deutsche Oper Berlin – Saison 2018/2019

Deutsche Oper Berlin – Saison 2018/2019

Jules Massenet: „Don Quichotte

Er ist ein Träumer, ein Fantast, der die Wirklichkeit ausschließlich durch die Brille einer ritterlichen Weltsicht betrachtet und seine Träume in die Tat umsetzt. Er stellt sich die Welt nicht anders und besser vor, er lebt sie anders. Sein Mut und sein unerschütterlicher Glaube an die eigene Mission faszinieren. Und nicht nur junge und alte Leser seit Jahrhunderten, sondern auch den französischen Komponisten Jules Massenet. Anfang des 20. Jahrhunderts griff er diesen Stoff auf, um ihn sich anzuverwandeln in eine „Comédie héroique“ über einen närrischen alternden Mann, der sich in die jugendlich-schöne Dulcinée verliebt. So könnte diese sinnlich-elegante Oper auch „Don Quichotte und Dulcinée“ heißen, denn das Verhältnis zur umworbenen Frau ist der Motor der Handlung.

Um ihre Liebe zu erringen, soll Don Quichotte ein von Räubern gestohlenes Collier zurückbringen. Als der Liebesritter tatsächlich in die Hände der Banditen fällt, sind jene von Quichottes Großmut und naiver Gutartigkeit so berührt, dass sie ihm Leib, Leben und obendrein den geraubten Schmuck schenken … Für unsere Neuproduktion sind mit Alex Esposito und Clémentine Margaine zwei Weltklasse-Interpreten der jüngeren Generation besetzt. Es inszeniert Jakop Ahlbom, der mit seinen Produktionen magische und surrealistisch-albtraumhafte Theaterwelten schafft.

Premiere am 30. Mai 2019  / Weitere Vorstellungen am 2., 7., 13., 18. Juni 2019
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Giuseppe Verdi: „Otello

Otello scheint alles in den Schoß zu fallen: eine brillante militärische Karriere, eine kluge und schöne Frau aus guter Familie. Doch ist der Krieger Otello unfähig, seine kriegsbedingte Konditionierung abzulegen. Ziviles Leben ist ihm fremd. Es macht ihn unsicher, verwundbar. Jago erkennt diese Schwäche und setzt genau an dieser Stelle seinen manipulativen Hebel an: Er rückt als Feind den jungen Cassio – angeblich der Geliebte Desdemonas – in Otellos Blickfeld und gaukelt ihm so eine quasi private Kriegssituation vor. Otello fällt es leicht, sich mit dieser Kampfsituation zu identifizieren. Er mutiert zum Berserker.

In der Wiederaufnahme dieser Inszenierung von Andreas Kriegenburg erleben Sie u. a. Russell Thomas als Otello, Guanqun Yu als Desdemona, George Gagnidze als Jago und Attilio Glaser als Cassio. Die musikalische Leitung liegt in Händen von Paolo Arrivabeni.

Vorstellungen am 8., 14., 20. Juni 2019
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Giacomo Puccini: „Manon Lescaut

Die junge hübsche Manon, die ihren Geliebten Des Grieux ohne zu zögern verlässt, um mit dem betuchten, wenngleich ungeliebten Geronte zu leben, verfügt über einen so ausgeprägten Hang zu luxuriöser Zerstreuung, dass sie ihrer Lust am Vergnügen ihr persönliches Glück, am Ende sogar ihr Leben opfert. Denn obwohl sie sich entschließt, zu Des Grieux zurückzukehren, will sie die beruhigende Sicherheit materiellen Wohlstands nicht missen. Hätte sie darauf verzichtet, ihren Schmuck zusammenzupacken, als die Polizei auf Veranlassung Gerontes vor ihrer Tür erschien, wäre sie der Verhaftung und anschließenden Deportation möglicherweise entgangen. Mit überraschender Skrupellosigkeit versteht es die junge Frau, ihre Ziele durchzusetzen, aber das mindert ihren Reiz weder für ihre Liebhaber noch für den Komponisten.

Leidenschaftliches Gefühl, starke Kontraste, ein ganz und gar unsentimentaler Blick auf Menschen aus Fleisch und Blut, auf ihre Schwächen, aber auch auf ihr Leiden unter Willkür und sozialer Unterdrückung – in seiner Oper gelingt Giacomo Puccini ein faszinierendes Spektrum an Farben und Stimmungen.

Die Wiederaufnahme-Produktion im Juni erklingt unter Leitung von Sir Simon Rattle. Die Titelpartie übernimmt María José Siri an der Seite von Thomas Lehman als Sergeant Lescaut, Stephen Bronk als Geronte De Ravoir und Jorge de León als Des Grieux.


Vorstellungen am 9., 12., 15. Juni 2019
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