Vermeintliche Rabatte im Internet können Kunden teuer zu stehen kommen. dpa
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Tipps zum Onlineshoppen vor Weihnachten Vorsicht bei der Schnäppchenjagd im Internet

Daniel Mosler
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Der Online-Handel in Deutschland boomt. Wer im Netz nach Geschenken sucht, sollte die Angebote genau prüfen.

In Deutschland taten es im vergangenen Jahr 54 Millionen Menschen. Tagsüber. Nachts. Zu Hause und in der Bahn. Auf der Arbeit oder auf dem Sofa beim sonntäglichen „Tatort“. Hier ein Klick, da ein Klick, und schon wird die Kreditkarte gezückt: Die Einkaufstour durch das größte Einkaufszentrum der Welt, das Internet, findet auch hierzulande immer mehr Anhänger.

Der Onlinehandel wächst

Einst von Pionieren wie Ebay und Amazon angestoßen, wächst der Handel von Online-Versandhändlern über das Internet seit einigen Jahren – rund 117 000 deutsche Onlinehändler gibt es, vor allem die Start-ups Zalando und Outfittery mischen ganz vorne mit. Neben den typischen Kassenschlagern wie Kleidung, Elektronikartikeln und Büchern entwickelten sich Babyartikel und sogar Lebensmittel zu etablierten Gütern. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) wurden in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr Waren im Wert von mehr als 8,5 Milliarden Euro über das Internet gehandelt. „Onlineshopping ist heute genauso normal wie der Gang ins Geschäft“, erklärt der Vizepräsident des Bundesverbandes Bitkom, Achim Berg. Oft möchten sich Kunden wegen Beruf und Familie nicht nach den Öffnungszeiten von Geschäften richten. Gerade zur Weihnachtszeit sind die Städte überfüllt. Rund 64 Prozent der 30- bis 49-Jährigen wollen ihre Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, ergab eine Studie des Verbandes.

Im Laden schauen, im Netz kaufen

Die wöchentliche Einkaufstour wird immer digitaler – vor allem der Smartphone-Boom hat diesen Trend beschleunigt. Immer mehr Kunden kombinieren beim Shopping die Vorzüge der analogen und der digitalen Welt: Sie entscheiden sich in Geschäften für ein Produkt und kaufen es anschließend online zu teils deutlich reduzierten Preisen. Neben einem niedrigeren Preis bieten Online-Versandhändler oft auch alternative Produkte, Kundenbewertungen und Produktinformationen. „Am Ende ist es auch komfortabler, die Einkäufe direkt vor die eigene Haustür geliefert zu bekommen“, erklärt Bitkom-Experte Tobias Arns. Gerade im hektischen Weihnachtsgeschäft sollten Onlinekäufer allerdings einige Ratschläge beachten, damit die Shoppingtour nicht mit einer bösen Überraschung unter dem Tannenbaum endet.

Immer den Händler prüfen

Wie jedes Jahr warnen Branchenverbände zum weihnachtlichen Kaufrausch vor unseriösen Websites. Die Anzahl krimineller Onlinehändler ist in den vergangenen Jahren sogar weiter gestiegen. „Internetkriminalität ist heute so alltäglich wie Autodiebstähle oder Wohnungseinbrüche“, sagt Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin für Sicherheit und Datenschutz. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes sind rund16 Prozent der Nutzer schon einmal beim Onlinehandel oder beim Onlinebanking betrogen worden. Gefahren lauern dabei auf verschiedenen Wegen: Oft reicht schon, einen Link einer manipulierten E-Mail zu öffnen oder durch einen Computervirus auf eine gefälschte Händlerwebsite umgeleitet zu werden. Experten raten daher, den heimischen Computer regelmäßig nach Viren durchsuchen zu lassen – oft reicht hier eine einfache Antiviren-Software. Wichtiger ist es jedoch, auf Gütesiegel von Onlineshops zu achten. Nur sie garantieren die regelmäßige Überprüfung von bestimmten Standards.

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