Wird abgelöst: Soundcloud CEO Alexander Ljung. Foto: Philippe Wojazer/Reutersp

Streamingdienst in der Krise Soundcloud ist vorerst gerettet

Hendrik Lehmann
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Das Berliner Start-up Soundcloud steckte in einer schweren Krise. Am Freitag sprangen zwei Investoren mit 169,5 Millionen bei. CEO Alexander Ljung muss allerdings gehen.

Der Berliner Musikstreaming-Anbieter Soundcloud ist vorerst gerettet. Die Investment-Firma Temasek aus Singapur und die Handelsbank Raine Group steuern einen großen Teil der insgesamt 169,5 Millionen Dollar bei, um die Firma über die nächsten Monate mit Kapital zu versorgen. Ob Investoren nochmals Geld in das kriselnde Start-up stecken würden, war zuletzt stark umstritten. Soundcloud wird laut interner Berichte derzeit lediglich noch mit 150 Millionen Dollar bewertet. In der Vergangenheit lag die Bewertung bei 700 Millionen.

Das neue Geld war aber wohl an eine Bedingung geknüpft: Der bisherige CEO Alexander Ljung soll durch Kerry Trainor, ehemals Chef des Video-Streamingdiensts Vimeo, ausgetauscht werden. Ljung soll als Vorstandsvorsitzender beim Unternehmen bleiben, berichtet das Musikportal Billboard. "Alles das zusammen - das Kapital, die Investoren, mit Kerry und Mike die zu unserem Team stoßen - das ermöglicht unserem Unternehmen stark und unabhängig zu bleiben", sagte Ljung gegenüber Bilboard. "Wir sehen eine starke, unabhängige Zukunft für das Unternehmen."

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