pProbleme nach der Elternzeit: Wenn Frauen im Job plötzlich unerwünscht sind
36 KommentareWas man beim Klagen beachten sollte
„Mir war der Preis zu hoch, weiter zu kämpfen“, sagt Claudia Meier. „Schließlich wollte ich die Zeit mit meinem Kind genießen.“ Sie hat mithilfe ihres Anwalts eine Abfindung ausgehandelt. Eins sollten Eltern dabei bedenken. Wer klagt, wird mit ziemlicher Sicherheit nicht an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Das Vertrauensverhältnis gilt dann als zerstört. Mitglieder von Berufsverbänden und Gewerkschaften können sich von diesen juristisch vertreten lassen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes vermittelt und nimmt eine Ersteinschätzung vor.
Weshalb Mütter „als Kostenrisiko und Bremsklotz“ gesehen werden, wie Anwalt Kasten beobachtet, ist bei all dem die größte Frage. Studien belegen, dass Mütter effektiver arbeiten als Frauen ohne Kinder – und besonderes Organisationstalent an den Tag legen. Claudia Meier hat inzwischen einen neuen Job mit Führungsverantwortung. „Mir fehlt einfach die Zeit für einen Tratsch im Flur“, sagt sie.
Ab und an begegnet sie einer Frau, die sie für ihren Ex-Arbeitgeber angeworben hat. Der hatte sie gerne für Vorträge eingespannt. Als gelungenes Beispiel – für Frauen in Führungspositionen.