Eine Frau mit Sonnenhut sitzt kaffeetrinkend auf einem schlichten Holzstuhl in einem idyllischen Garten Foto: Sinnlichtarts - Fotoliap

Ein eigener GartenWie man erfolgreich zum Kleingärtner wird

von Maris Hubschmid4 Kommentare

Kein schöner Land: Kaffee trinken unter Obstbäumen, sonnen auf der eigenen Wiese: Mit einem Schrebergarten kann man sich auch außerhalb der Ferien wie im Urlaub fühlen. Spießig ist man damit schon lange nicht mehr.

Vertreibung aus dem Paradies

Seit dem Jahr 2000 sind in Berlin rund 6000 Gärten verloren gegangen, weil die Grundstücke verkauft und bebaut wurden. „Aktuell gefährden Projekte privater Investoren die Siedlungen ,Famos’ in Pankow, ,Fliederbusch’ in Rudow und ,Oeynhausen’ in Wilmersdorf“, sagt Norbert Franke. Wer lange Freude an seinem Garten haben will, bewirbt sich am besten für eine Anlage, die per Bebauungsplan als Dauerkleingarten oder Dauergrünfläche gesichert ist. Für einige Berliner Kleingartenkolonien wurden Schutzfristen vereinbart. 120 davon laufen 2020 aus, einige bereits 2014. Gekündigt werden muss nach Gesetz für das laufende Jahr immer bis Ende Februar. Bis Ende November haben die Nutzer dann Zeit, das Grundstück zu räumen. „Kommt die Kündigung im März, muss man also erst im November des Folgejahres ausziehen“, sagt Bothe. Bei Anlagen in Privatbesitz ist die Lage weniger eindeutig.. „Auch, was Entschädigungen angeht“, sagt Franke. Über 80 Prozent der Gärten sind aber kommunale Fläche, Entschädigungszahlungen die Regel.

Ein Trost für den, der seinen Garten aufgeben muss: Er findet meist rascher einen neuen als andere. „Die Solidarität unter Kleingärtnern ist groß“, sagt Bothe. „Viele von uns haben schon in der Laube laufen gelernt. Wenn ein Laubenpieper seine Parzelle verliert, tut sich schon irgendwo eine neue für ihn auf.“