Grafik: Fabian Bartel/TSP
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Berlins "Zukunftsorte" Auf diese Zentren baut der Senat

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Der Berliner Senat hat "Zukunftsorte" definiert, an denen Wirtschaft und Wissenschaft besonders eng kooperieren. Hier die Orte im Überblick

Künftig soll eine Geschäftsstelle diese Orte "definieren, profilieren, vernetzen, vermarkten", wie Roland Sillmann, Chef der Wista-Management GmbH es erklärt. Er übernimmt diese Aufgabe für die nächsten Wochen und sucht derzeit kompetente Leute, die das übernehmen. Hier ein Überblick über die "Zukunftsorte", wie sie die Senatsverwaltung für Wirtschaft Energie und Betriebe von Senatorin Ramona Pop (Grüne) definiert und beschreibt. Es handelt sich um (gekürzte) Formulierungen und Interpretationen des Senats - nicht der Redaktion.


Forschungs- und Technologiepark Adlershof

Wissenschafts- und Technologiestandort Adlershof. Foto: IMAGO STOCK&PEOPLE
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Adlershof wird seit 1991 auf einer Fläche von 4,2 Quadratkilometern zu einem Standort für Wirtschaft und Wissenschaft ausgebaut. Mit rund 1000 Unternehmen, 16 wissenschaftlichen Einrichtungen, zwei Gründerzentren, über 16.000 Beschäftigten und rund 6.700 Studenten ist Adlershof heute der größte Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort in Berlin und Brandenburg. Der einstige erste deutsche Motorflugplatz war bis 1989 das wichtigste Forschungszentrum der DDR und zählt heute zu den etablierten Zukunftsorten der Stadt. Als Technologiepark ist Adlershof führend in Deutschland und Europa.
Adlershof ist ein idealer Standort für forschungs- und technologieorientierte Nutzungen mit Flächenpotenzialen für weiteres Wachstum. Der Einsatz von Fördermitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des Standorts beigetragen. Insgesamt wurde die Infrastruktur bis heute mit Gesamtinvestitionen von über einer halben Milliarde Euro (540 Millionen Euro) aus GRW-Mitteln gefördert.
Um die Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung in Adlershof weiter zu unterstützten, hat die Senatsverwaltung funter anderem den Bau des Zentrums für Photovoltaik und Erneuerbare Energien, das Ende 2013 eröffnet wurde, mit rund 25 Millionen Euro aus GRW-Mitteln gefördert. Auch die Förderung der Erschließung und Baureifmachung weiterer Gewerbeflächen zwischen Groß-Berliner-Damm und Betriebsbahnhof Schöneweide mit GRW-Mitteln hat zum Ziel, die Attraktivität des Standorts Adlershof für Unternehmensansiedlungen noch weiter zu erhöhen.
Als Beteiligungsgesellschaft des Landes Berlin gestaltet die Wista Management GmbH gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft, der Adlershof Projekt GmbH, die Weiterentwicklung des Standorts Adlershof. Dazu gehören die Immobilienvermarktung, die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern, die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die nationale und internationale Kooperation.

Buch: Für die Gesundheitswirtschaft mit angeschlossenen Kliniken

Klinikum Berlin-Buch. Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Berlin-Buch ist seit rund 100 Jahren renommiert für seine Kliniken und Spitzenforschung und heute einer der größten biomedizinischen Standorte Deutschlands. Über 6.000 Arbeitsplätze bietet allein die Gesundheitswirtschaft, davon fast 3.000 in Einrichtungen der Grundlagen- und klinischen Forschung. Der BiotechPark Berlin-Buch gehört zu den führenden Technologieparks deutschlandweit. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft fördert den etablierten Zukunftsort Buch, da er mit seinem klaren Fokus auf Biomedizin Life-Science-Unternehmen und Forschungseinrichtungen einzigartige Bedingungen für Synergien und Vernetzung auf internationalem Niveau bietet.

Insgesamt sind seit 1992 durch die EU, den Bund und das Land Berlin 510 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln in den Campus Buch investiert worden, um diese Synergien zu unterstützen. Die Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) im Jahr 2013, welche durch das Land Berlin gefördert wurde, bildet einen weiteren Meilenstein für das Wachstum der Synergien. Im BIH bündeln das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, und die Charité – Universitätsmedizin Berlin, eines der größten Universitätsklinika Europas, ihre Forschung. Das BIH fördert gemeinschaftliche, interdisziplinäre Vorhaben von Grundlagenforscherinnen und -forschern sowie Klinikerinnen und Klinikern.

Aktuell fördert die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe die Planung und Durchführung von Neu- bzw. Ausbau von verkehrlichen Maßnahmen, um den Campus noch besser an den überregionalen Verkehr anzubinden und Gewerbeflächen zu erschließen. Damit sollen die Rahmenbedingungen des attraktiven Standorts weiter verbessert werden.

Berlin TXL: Für urbane Technologien

Tegel: Heute Flughafen - morgen "Zukunftsort"? Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Der 1948 erbaute innerstädtische Flughafen „Otto Lilienthal“ in Berlin-Tegel ist der viertgrößte Flughafen Deutschlands. Nach dem Fall der Mauer 1989 begannen die Planungen für einen neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg (BER). Mit Inbetriebnahme des Flughafens BER wird der Flughafen Tegel endgültig geschlossen (schreibt die Senatsverwaltung.) Die erforderlichen planerischen Voraussetzungen wurden geschaffen: Beschluss zur Flächennutzungsplanänderung im April 2011, Start der verbindlichen Bauleitplanung im Januar 2012. Auf dieser Grundlage neuer Flächennutzungsplanänderung einer verbindlichen Bauleitplanung wurde am 30. April 2013 der "Masterplan TXL" durch den Berliner Senat offiziell beschlossen.
Seit Beginn der Planungen für die Nachnutzung des Flughafenstandortes Tegel werden diese intensiv von der Senatsverwaltung begleitet. Da dieser Standort als einer der wichtigsten „Zukunftsorte“ für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes Berlin gilt, wird das wirtschaftspolitische Engagement in hoher Intensität fortgeführt. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat in einem diskursiven Prozess mit gutachterlicher Unterstützung das Leitbild „Urban Technologies“ für Tegel entwickelt und per Senatsbeschluss bestätigen lassen. Am Standort des künftig geschlossenen Flughafens Tegel wird durch die Ansiedlung eines Forschungs-und Industrieparks für Zukunftstechnologien neues Wachstum generiert. Dieses Areal soll zu einem Standort für urbane Technologien und für die Erforschung, Entwicklung und Produktion regenerativer Energien und nachhaltiger Mobilität werden.
Der Flughafen Tegel bietet mit seiner Nähe zur Wissenschafts- und Forschungslandschaft der City-West und seiner infrastrukturell günstigen Lage ideale Voraussetzungen für diese geplanten Ansiedlungen. Die Senatsverwaltung wird die vorbereitenden Planungen zum Umbau des Terminals nach Schließung des Flughafens und die verkehrliche Erschließung der entstehenden Gewerbe- und Industriegebiete unterstützen. Das wirtschaftspolitische Ziel ist es, an diesem einzigartigen innerstädtischen Standort die Bedingungen zu schaffen, um die Synergien aus Forschung, Entwicklung, Produktion und innovativen Lösungen bestmöglich nutzen zu können.

Campus Charlottenburg/CityWest: Technologie, Kreativwirtschaft und Künste

Zukunftsort: Campus Charlottenburg Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Der Campus Charlottenburg ist eines der größten zusammenhängenden innerstädtischen Universitätsareale Europas und ist zugleich Teil der City West – einem hochurbanen Dienstleistungs-, Kultur- und Einzelhandelsstandort mit herausragenden wirtschaftlichen, touristischen und kulturellen Potenzialen in direkter Nachbarschaft zu Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen von internationalem Rang.
Die am Zukunftsort ansässigen Universitäten, die Technische Universität Berlin (TU) und die Universität der Künste Berlin (UdK), gründeten zur Vertiefung der Kooperationen und Nutzung von Synergien 2010 die Initiative "Campus Charlottenburg". In der Umgebung der Universitäten haben sich renommierte Forschungseinrichtungen etabliert und international agierende Unternehmen niedergelassen. Beide Universitäten sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind Antrieb für die Ausgründung von Unternehmen aus der Wissenschaft und Kultur. Diese Aktivitäten werden seit Jahren von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung systematisch gefördert, um diese einzigartigen Kooperation beider Universitäten in technologischen und gestalterischen Disziplinen zu unterstützen.
Zur Stärkung dieses gründungsfreundlichen Umfeldes der Universitäten hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung aktuell unter anderem seit April 2011 den ersten Bauabschnitt des Charlottenburger Innovations-Centrum (CHIC) gefördert und damit ein campusnah gelegenes Gebäude an die Bedürfnisse von Start-ups angepasst. Im zweiten Halbjahr 2014 wird durch eine Erweiterung im Bauteil Bismarckstraße 10 bis 12 im CHIC mehr als 5000 Quadratmeter Fläche für Gründerinnen und Gründer, insbesondere aus den Bereichen Digitale Medien, IT und Hochtechnologie zur Verfügung stehen.

Marzahn: CleanTech Business Park für Produzenten

Der CleanTech Business Park in Marzahn Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Der CleanTech Business Park Berlin-Marzahn ist mit 90 Hektar Berlins größtes zusammenhängendes Industrieareal. Als ausgewiesenes Industriegebiet bietet er Freiflächen- und Entwicklungspotenzial speziell für produzierende Unternehmen der Cleantech-Branche. Sie umfasst die Bereiche umweltfreundliche Energien und Energiespeicherung, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Wasserwirtschaft, Rohstoff- und Materialeffizienz sowie grüne Chemie.
Der CleanTech Business Park verfügt als Berliner Zukunftsort über das Potenzial für eine der wesentlichen Zukunftsbranchen. Er besitzt zudem eine planungsrechtliche Ausweisung als GI-Gebiet, mit der Möglichkeit auch sogenannte Störfallbetriebe anzusiedeln. Diese Besonderheit ermöglicht praktisch alle industriellen Produktionsprozesse, auch solche, die in anderen Baugebieten unzulässig sind. Der Industriepark schließt an das Gewerbegebiet Berlin eastside an, in dem schon heute rund 2500 Unternehmen angesiedelt sind. In unmittelbarer Nähe zum Park befindet sich das CleanTech Innovation Center für Start-ups aus der Branche der sauberen und nachhaltigen Technologien.
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung stellte insgesamt 43 Millionen Euro aus GRW-Fördermitteln für die infrastrukturelle Erschließung und die Baureifmachung der Flächen im CleanTech Business Park bereit. Die Fertigstellung des Parks, inklusive Beräumung sowie Bereitstellung aller Medienanschlüsse (Strom, Wasser, Telekommunikation) und Zuwegungen, erfolgte bis Dezember 2015. Die Möglichkeit für einen Anschluss an Fernwärme besteht. Seit Januar 2016 erfolgt der Verkauf der Flächen an Investoren aus der Cleantech-Branche.

EUREF-Campus in Schöneberg: für nachhaltige Energielösungen

Markant: Der ehemalige Gasometer am EUREF-Campus in Schöneberg. Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Seit 2007 entwickelt die EUREF AG den über fünf Hektar großen EUREF-Campus im Herzen von Berlin-Schöneberg zu einer intelligenten Stadt für Arbeiten, Forschen, Bilden und Wohnen – ein Zukunftsort, bei dem energetisch optimierte Gebäude, ein lokales „Micro Smart Grid“ sowie geringe Betriebskosten durch Nutzung regenerativer Energien im Mittelpunkt der Entwicklung stehen. Neben der TU Berlin, die auf dem EUREF-Campus fünf Masterstudiengänge anbietet, haben sich international renommierte Unternehmen wie Cisco, Schneider Electric oder Deutsche Bahn angesiedelt.
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft unterstützt diesen einzigartigen zentralen Standort für ökologisch und ökonomisch nachhaltige Stadtentwicklung, der ganz im Trend der Energiewende steht, um die Entwicklung der erneuerbaren Energien voranzutreiben und die dafür erforderliche Vernetzung von Wissenschaft, Forschung und Unternehmen zu verstetigen.
Aktuell ist bis 2018 der Vollausbau mit rund 25 Gebäuden und einem Wohnanteil von bis zu 15 Prozent geplant. Das Investitionsvolumen beträgt in etwa 600 Millionen EUR. Es ist beabsichtigt, Flächenangebote für ca. 6000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Der EUREF-Campus ist außerdem ein Referenzort für die Smart City-Strategie des Landes Berlin und damit ein Modellprojekt der Zukunft. Das Konzept des EUREF-Campus „Intelligente Stadt“ richtet sich nach den Bedürfnissen der Menschen und hat eine nachhaltige Stadtentwicklung zum Ziel. Auf dem Gelände liegt der Fokus klar auf der Infrastruktur. Das Versorgungskonzept basiert auf dem Grundgedanken, mit der Anwendung von Urban Technologies die benötigte Energie weitestgehend CO2-neutral zu erzeugen und effektiv zu nutzen. Bereits seit Januar 2014 erreicht der Campus die Klimaziele der Bundesregierung für 2050.

FUBIC in Dahlem: smarte Lösungen in der Gesundheitswirtschaft

Der Umbau hat Begonnen für diesen Entwurf für das FUBIC in Dahlem. Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Der Raum Südwest hat sich bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Wissenschafts- und Forschungsstandort mit vielfältigen Disziplinen und einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Tätigkeiten entwickelt. Heute ist dieser Bereich einer der größten Universitätsstandorte Deutschlands. Zusätzlich sind im Berliner Südwesten ein großer Anteil an Familien- und Traditionsunternehmen vertreten. Die hohe Forschungsdichte im Südwesten Berlins, sowie die enge Kooperation und Vernetzung der Unternehmen mit der Freien Universität und den zahlreichen im Bezirk ansässigen Forschungseinrichtungen bilden einen idealen Ort für die Entstehung von Ausgründungen.
Um die erheblichen wissenschaftlichen Potenziale des Standorts noch besser für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Raum Südwest zu nutzen, setzt sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung für die Realisierung des geplanten Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) in der Fabeckstr. 62 ein, wo sich das ehemalige US-Militärhospital in Dahlem befand. Insgesamt können in dem derzeit nur partiell genutzten Gebäude ca. 14.221 Quadratmeter Nutzfläche für 60 bis 85 förderfähige Unternehmen mit rund 700 Arbeitsplätzen geschaffen werden. Der Standort profitiert von der Nähe zur Freien Universität Berlin, vielen im Bezirk angesiedelten Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen. Hier werden Forschung und Anwendung zusammengeführt und damit hervorragende Voraussetzungen für intelligente Vernetzung geschaffen. Das Abgeordnetenhaus hat sich mit einem Auflagenbeschluss zum Doppelhaushalt 2014/15 im Dezember 2013 zum Aufbau eines TGZ auf dem Grundstück Fabeckstraße 62 bekannt. Der Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan wurde durch die BVV Steglitz-Zehlendorf gefasst.

Technologiepark Humboldthain: Der Traditionsstandort

Zukunft mit viel Vergangenheit: Humboldthain. Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Der Wirtschafts- und Technologiestandort Humboldthain im Innenstadtbezirk Mitte verbindet Tradition und Zukunft: Die ehemaligen AEG-Fabriken erinnern an die Zeit der Industriemetropole Berlin Ende des 19. Jahrhunderts und beherbergen heute das in den 1980er Jahren gegründete erste deutsche Gründerzentrum (BIG) mit dem Technologie- und Innovationspark (TIB). In den angrenzenden High-Tech-Gebäuden ist Raum sowohl für produzierendes wie auch für kreatives Gewerbe.
Der Technologie-Park Humboldthain hat eine besondere Ausprägung durch private und öffentliche Forschungseinrichtungen, die ihrerseits in engen Austauschbeziehungen mit den Unternehmen vor Ort stehen. Neben dem Fraunhofer IZM ist auch die TU Berlin (Campus Wedding) zu finden, sowie international bekannte Unternehmen. Um die vorhandenen Synergiepotenziale durch engere Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung stärker zu nutzen und somit Erkenntnisse aus der Forschung zeitnah in anwendungsorientierte Produkte und Dienstleistungen zu transferieren, wurde der Aufbau eines Standortmanagements von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung gefördert.
Aktuell wird am Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegra-tion (IZM) derzeit aus Mitteln des Landes, der Fraunhofer-Gesellschaft und des Europäischen Strukturfonds für 40 Millionen Euro ein Innovationszentrum für Applikationsadaptierte Multifunktionselektronik – AdaptSys – aufgebaut, das die Verschmelzung von Produktanwendung und Mikro-elektronik vorantreibt.

Schöneweide: Wissenschafts-, Wirtschafts- und Technologiestandort

Das Spree-Ufer in Schöneweide. Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Berlin Schöneweide, Wiege der AEG und im Herzen der Airportregion gelegen, ist nach Adlershof und der Urban Tech Republic TXL der drittgrößte Zukunftsort der Hauptstadt. Schöneweide liegt auf halbem Wege zwischen dem künftigen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und der Innenstadt. Wir arbeiten daran, dass bis 2035 hier bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze in Hochtechnologie- und Kreativwirtschaft entstehen.
In Schönweide sind bereits etwa 300 Unternehmen mit etwa 3000 Beschäftigten angesiedelt. Sieben Unternehmen beschäftigen mehr als 100 Mitarbeiter mit Schwerpunkten in den Bereichen Energie, Sensorik, IKT, Bildung und Kreativwirtschaft. Schöneweide ist Standort für Hardwarestartups, für die Raum und Hochschulnähe essentiell sind. Damit und den Kompetenzen der HTW Berlin folgend wird Schöneweide nicht nur der Zukunftsort für neue Fertigungstechniken (Digitalisierung, Industrie 4.0), sondern Referenzort für Urbane Produktion und handwerklich geprägte Kreativwirtschaft (z.B. Mode- und Industrial Design) werden.
Inmitten des Zukunftsortes Schöneweide ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin ansässig. An der größten Hochschule für angewandte Forschung Berlins lehren und forschen über 200 Professoren und studieren mehr als 9000 junge Menschen aus 104 Nationen in den fünf Fachbereichen Technik (I+II), Wirtschaft, Informatik und Gestaltung.
Die Mischung aus angewandter Forschung, urbaner Produktion, Hochtechnologie und Kreativwirtschaft am Standort ist in der einmaligen Kulisse am Berliner Spreeufer inzwischen hochgefragt. Um die Vernetzung der Firmen untereinander und mit der Hochschule effektiv zu fördern, gibt es schon jetzt zahlreiche private und staatliche Services für Startups und Grownups:
• Die Innowationswerkstatt Schöneweide bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen in Berlin maßgeschneiderte Infrastruktur für kooperative Projekte mit Studierenden und ProfessoInnen der HTW Berlin.
• Das Technologie und Gründungszentrum Spreeknie verfügt auf 24.000 Quadratmeter über Büro-, Labor- und Werkstattflächen für Existenzgründer.
• Das Start-Up Kompetenzzentrum, eine Einrichtung der HTW Berlin fördert Hochschulausgründungen

Flughafen Tempelhof: Schaufenster für smart-city-Lösungen

Weltberühmt: Das Tempelhofer Feld. Im denkmalgeschützten Gebäude ist noch viel Platz für Ideen. Foto: Berlins Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Das Tempelhofer Feld war ehemals ein militärischer Parade- und Exerzierplatz, anschließend traditionsreicher Flughafen und ist nach dessen Schließung heute unter dem Namen Tempelhofer Freiheit bekannt.
Dem Ergebnis des Volksentscheids vom 23. Mai 2014 und dem darin ausgedrückten Willen der Berlinerinnen und Berliner Rechnung tragend, wird der wirtschaftliche Schwerpunkt in der zukünftigen Ausnutzung der Ressourcen des Flughafengebäudes liegen.
In Europas größtem Baudenkmal sind inzwischen erste junge Start-Up-Firmen und etablierte Unternehmen aus der Kreativwirtschaft eingezogen. Dieses einzigartige Gebäude zu bewahren, aber gleichzeitig innovativ zu entwickeln ist eine große Herausforderung für das Land Berlin. Das denkmalgeschützte Flughafengebäude soll nach und nach zu einem kreativen Inkubator der Stadt entwickelt werden. Dafür werden gezielt Mieter aus der Kreativwirtschaft, der IT- und Kommunikationsbranche und auch aus Bildungseinrichtungen gesucht. Hierfür stehen ca. 9000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.
Das ehemalige Flughafengebäude soll ein Referenzort für Smart City-Lösungen werden. Zu den in diesem Zusammenhang geplanten Vorhaben gehören zum Beispiel die Entwicklung eines innovativen Energie-Gesamtkonzepts, Erhöhung der Energieeffizienz des ehemaligen Flughafengebäudes und die Ausrüstung des Gebäudedaches mit einer Photovoltaik-Anlage.

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