Menschen in Japan - hier eine Alltagsszene von der Untergrundbahn in Tokio - haben laut WHO die höchste Lebenserwartung weltweit. Foto: Behrouz Mehri/AFPp

WHO-Erhebung Japaner leben am längsten

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In Japan beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung 83,7 Jahre, in Deutschland 81 Jahre - in den Staaten südlich der Sahara dagegen weniger als 55 Jahre.

Die Menschen in Japan haben mit durchschnittlich 83,7 Jahren die höchste Lebenserwartung. Das geht aus einer am Mittwoch in Genf vorgestellten Erhebung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. Es folgen die Schweizer mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,4 und die Bewohner Singapurs mit eine durchschnittlichen Lebensspanne von 83,1 Jahren.

In Deutschland beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung laut WHO 81 Jahre. Frauen werden in der Bundesrepublik im Durchschnitt 83,4 Jahre alt, Männer 78,7 Jahre. In Frankreich, Island, Luxemburg, Schweden und Spanien sowie Australien und Südkorea liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für beide Geschlechter bei mehr als 82 Jahren. Somit leben die Menschen in diesen Ländern länger als die Bewohner Deutschlands. Die Daten der WHO gelten für Menschen, die 2015 geboren wurden.

In den USA können die Menschen laut der WHO-Studie mit 79,3 Lebensjahren rechnen. Im Bürgerkriegsland Syrien haben die Bewohner eine Lebenserwartung von 64,5 Jahren. Am niedrigsten liegt die Lebenserwartung in den Staaten Afrikas südlich der Sahara. In folgenden Ländern werden die Menschen den Angaben zufolge im Durchschnitt weniger als 55 Jahre alt: in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in der Elfenbeinküste, in Lesotho und in Nigeria. In Sierra Leone beträgt der Wert nur 50,1 Jahre.

Unterernährung, Krankheiten wie Malaria und Aids sowie bewaffnete Konflikte sind laut WHO Faktoren, die das Leben in vielen Ländern Afrikas verkürzen. Zudem teilte die WHO mit, dass 2015 schätzungsweise 56 Millionen Menschen gestorben waren. Bei 27 Millionen von ihnen wurde die Todesursache erfasst. (epd)

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