Das Konzert von Johnny Hallyday (links, hier bei einem Auftritt in Barcelona) fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Foto: dpa
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Nach Anschlägen in Belgien Johnny Hallyday rockt Brüssel - Mariah Carey sagt ab

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Vier Tage nach den Anschlägen hat der französische Altrocker Johnny Hallyday 11.000 Menschen in Brüssel begeistert. Mariah Carey sagte ein Konzert ab.

Vier Tage nach den Anschlägen von Brüssel hat der 72-jährige französische Rockmusiker Johnny Hallyday am Samstag ein viel beachtetes Konzert in der belgischen Hauptstadt gegeben. Nachdem die US-Popdiva Mariah Carey am Vortag ein für Sonntag geplantes Konzert aus Sicherheitsgründen abgesagt hatte, fanden sich zu Hallydays Auftritt etwa 11.000 Menschen ein. Unabhängig von den Anschlägen steht die derzeitige Tournee des Rockers unter dem Motto "Lebendig bleiben".

"Mein Blut ist zum Teil französisch - von meiner Mutter, und der andere Teil ist belgisch - von meinem Vater", rief Hallyday seinen Fans in Brüssel zu. Diese antworteten mit "Johnny"-Rufen. Die Konzertbesucherin Lindsey sagte: "Wenn wir in Panik verfallen, können wir niemals mehr irgendwo hingehen - ich habe keine Angst, ich vertraue den Sicherheitsleuten und Johnny."

Die Absage ihres Konzerts erfolge aus Sicherheitsgründen, hatte Mariah Carey mitgeteilt. Foto: REUTERS
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Das Konzert fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. "Wir haben unser Personal verdreifacht, Polizei und Armee unterstützen uns", sagte Sicherheitskoordinator Stefan Feldbusch.

Carey hatte ihr für heute geplantes Konzert am Freitag abgesagt. Dies geschehe zur "Sicherheit meiner Fans, meiner Band, meines Teams und allen an der Tour Beteiligten", schrieb sie im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Ich hoffe, Euch bald zu sehen, und schicke meine Gebete und ewige Liebe, Lachen und Licht", hieß es weiter.

Carey hatte kürzlich in Großbritannien eine Europatournee gestartet und hätte am Sonntag in der Forest-National-Arena in der Nähe Brüssels auftreten sollen. Die Arena hatte zuletzt angegeben, dass alle geplanten Veranstaltungen stattfinden sollten, aber mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen sei. Auch nach den Anschlägen von Paris am 13. November hatten mehrere Künstler Konzerte dort abgesagt oder verschoben.

Am Dienstag hatten sich am Flughafen Brüssel-Zaventem und in einer U-Bahnstation im Europaviertel drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Insgesamt wurden 31 Menschen getötet und etwa 300 weitere verletzt. (AFP)

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