in Rom kommt vor der Aussicht ein Besuch an der Bar, wo die Cornetti warten. Foto: promo
p
Essen und Trinken Das sind die schönsten Cafés und Restaurants in Europas großen Museen
Peter Becker
0 Kommentare

Luft zum Atmen in Paris

Der Blick von der Terrasse des Louvre. Foto: Musée du Louvre / Antoine Mongodin
p

2 Louvre, Paris, Café Mollien

Gleich um die Ecke bei der Mona Lisa drängeln sich die Massen – hier ist Luft zum Atmen. Weil sich das Café Mollien an einem der prunkvollen, enorm platzverschwenderisch angelegten Treppenhäuser befindet, die Napoleon III. in den 1860er Jahren im Louvre einbauen ließ. Überall heller Sandstein, die Ornamentik eklektisch-überbordend, die Kapitelle eine wilde Mischung aus ionisch und korinthisch. Das Deckengemälde zeigt die Allegorie des Ruhmes, der Kronen an die Künste verteilt.

Natürlich ist die berühmte Brasserie Marly größer und eleganter, natürlich ist dort, im Erdgeschoss gegenüber der Pei-Pyramide, das Speiseangebot reichhaltiger. Aber den Charme des Mollien macht ja gerade seine dezente Randlage aus. Die Entspannung bei der Kunstpause garantiert. Es gibt zwar auch eine Dachterrasse, aber die besten Plätze sind jene direkt am kunstvoll geschmiedeten Geländer mit Blick in die herrschaftliche Halle. Weil man von hier aus das Kommen und Gehen der anderen Besucher beobachten kann, ungestört, zumeist auch ungesehen. An den Zweiertischchen in den Nischen fühlt man sich wie im Foyer der alten Pariser Oper – nur eben mit einem Glas Wein in der Hand und einem feinen Sandwich oder einer Quiche auf dem Teller. Quel plaisir!

Musée du Louvre, Aile Denon, geöffnet täglich von 9.30 bis 16.45 Uhr, Mittwoch und Donnerstag bis 18.30 Uhr, louvre.fr/le-cafe-mollien

Zur Startseite