Es war einmal in Berlin. Mark (l.) und Darin Olver als sie beide noch Eisbären waren. Foto: Leopoldp

Eisbären gastieren in Ingolstadt Mark Olver gegen Darin Olver

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Wenn die Eisbären am Donnerstagabend in Ingolstadt antreten kommt es dabei erstmals zum Bruderduell zwischen Mark und Darin Olver.

In Ingolstadt wird es am Donnerstag ein freudiges Wiedersehen geben. Wenn der ortsansässige Eissport- und Rollschuh-Club am Abend gegen die Eisbären Berlin antritt (19.30/Telekomsport.de), stehen sich die Brüder Olver erstmals überhaupt in einem Pflichtspiel gegenüber. Darin läuft für Ingolstadt auf, Mark für Berlin. „Es geht in erster Linie um die drei Punkte – also ist es ein ganz normales Spiel“, sagt der Berliner.

Dass es überhaupt zu einem Duell der beiden Kanadier in dieser Saison kommt, war so vor einigen Monaten nicht abzusehen. Darin zählte trotz durchwachsener Saison immer noch zu den Leistungsträgern bei den Eisbären und Mark versuchte in Nordamerika noch einmal Tuchfühlung zur NHL aufzunehmen. Ein Jahr zuvor hatten beide noch einige Monate zusammen in Berlin gespielt und schienen darüber richtig glücklich zu sein.

Im Sommer 2017 nahmen die Karrieren der Olver-Brüder neue Wendungen. Darin wechselte nach sechs Jahren bei den Eisbären durchaus überraschend nach Ingolstadt. Wenig später verkündeten die Berliner die Verpflichtung von Mark Olver. „Ich kannte seine Situation hier in Berlin nicht genau. Klar hätte ich gern wieder mit ihm zusammengespielt. Aber so ist das Leben manchmal“, sagt Mark Olver. Zumal eine Wiedervereinigung auch in Ingolstadt nicht zustande kam, weil der ERC die Personalplanungen für die Mittelstürmerposition bereits abgeschlossen hatte, als Mark wieder auf dem Markt war. „Wir waren eher auf der Suche nach einem Außenangreifer. Deshalb hat es nicht gepasst“, erklärt ERC-Sportdirektor Larry Mitchell.

Beide Olvers sind gut in die Saison gestartet

So spielen beide nun eben gegen- statt miteinander, das aber durchaus gut gelaunt. Denn der Saisonstart ist sowohl Mark in Berlin (ein Tor, zwei Vorlagen) als auch Darin beim ERC (4 Tore) geglückt. „Er ist bisher ein Aktivposten in unserer Mannschaft, auch wenn wir ihn eher als Spielmacher, denn als Top-Torjäger geholt haben“, sagt Mitchell über seinen Neuzugang. Uwe Krupp bezeichnet Mark Olver derweil als „eine Bereicherung für unsere Mannschaft. Er ist ein Kämpfertyp, der nach vorn und nach hinten verlässlich arbeitet.“

Dass die Brüder unterschiedlich Eishockey spielen, machen Aussagen wie diese deutlich. Der 32-jährige Darin ist eher der Feingeist, ein technisch beschlagener Spieler mit gutem Auge für seine Kollegen. Der drei Jahre jüngere Mark hingegen geht keinem Zweikampf aus dem Weg, ist sich auch für die Drecksarbeit in den Ecken nicht zu schade. Stichwort: physische Spielweise. „Falls wir im Spiel nicht gegeneinander gekämpft haben, werden wir hinterher vielleicht noch was trinken gehen“, sagt Mark und schränkt gleich ein, dass das mit dem Kampf natürlich ein Scherz gewesen sei.

Auch wenn die beiden Brüder nicht im selben Team stehen, so haben sie im Sommer wohl die jeweils richtigen Karriereentscheidungen getroffen. Darin kann sich nach zuletzt sinkender Produktivität in Berlin an anderer Stelle noch einmal neu beweisen und Mark konzentriert sich nun endgültig auf eine Laufbahn in Europa. Dass sich die Beiden dabei ab und zu als Rivalen gegenüberstehen, muss dabei kein Nachteil sein.

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