Sean Backman geht es gerade richtig gut. Foto: Leopold
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Eisbären Berlin wollen weiter angreifen Sean Backman als Beleg

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Die Eisbären haben den besten Torjäger die DEL in ihren Reihen - und das noch länger. Die Personalie Sean Backman zeigt zudem, dass Berlin wieder dauerhaft auf Topniveau mithalten will.

Sean Backman ist der beste Torschütze in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Normalerweise weckt das Begehrlichkeiten großer Klubs im In- und Ausland. Die Eisbären hätten einen solchen Spieler in den vergangenen drei, vier Jahren vermutlich ziehen lassen müssen. Finanziell spielten die Berliner nicht mal mehr in der eigenen Liga ganz oben mit und sportlich waren sie nur noch Mittelmaß. Jetzt hat sich Backman entschieden, seinen Vertrag in Berlin für weitere zwei Jahre zu verlängern. Ein Schnäppchen ist er nicht mehr, aber in München, Nürnberg oder Mannheim hätte der 31-Jährige wohl mehr Geld verdienen können. Dazu kommt, dass in der DEL nicht wirklich auf Spitzenniveau gespielt wird, andere europäische Ligen sind klar stärker einzuschätzen.

Und trotzdem bleibt einer wie Backman bei den Eisbären, weil es ihm und der Familie in Berlin gefällt. Und natürlich auch, weil der Klub inzwischen sportlich wieder konkurrenzfähig ist. Das taugt auch als Beleg dafür, dass die Kooperation mit den Los Angeles Kings funktioniert. Die Angst, dass die Berliner zu einem Anhängsel innerhalb der Anschutz-Gruppe verkümmern könnten, hat sich bislang als unbegründet erwiesen. Die Kings unterstützen die Eisbären, zum Beispiel mit einem Spieler wie Sean Backman, der im Farmsystem des NHL-Klubs aktiv war.

Und aus Los Angeles gibt es positive Signale, dass womöglich weitere Backmans den Weg nach Berlin finden könnten. Für die Eisbären sind das gute Nachrichten, für die Konkurrenz in der DEL wohl eher nicht. Und womöglich gibt es schon nach dem Spiel am Samstag gegen die Düsseldorfer EG ein Tabellenbild wie aus glorreichen Zeiten der Berliner. Durchaus denkbar nämlich, dass die Eisbären dann nicht nur den besten Torschützen der Liga stellen, sondern zudem als Spitzenreiter ins Jahr 2018 gehen.

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