Abgeräumt: Guard Peyton Siva (links, hier im Duell mit Ulms Luke Harangody) will mit Alba Berlin punkten. Foto: Daniel Maurer/dpap

Basketball-Bundesliga Alba Berlins große Männer müssen noch wachsen

Leonard Brandbeck
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Alba Berlin schaut vor dem nächsten Heimspiel gegen Tübingen mehr auf sich selbst als auf den Gegner.

Wie eine Oase inmitten einer kargen Baulandschaft liegt die Arena am Ostbahnhof zur Zeit. Und auch im Team von Alba Berlin gibt es nach der eher schwierig verlaufenen Saisonvorbereitung mit den vielen fehlenden Spielern noch einige Baustellen – das wurde bei der unglücklichen Niederlage zum Heimauftakt gegen Bremerhaven deutlich.

Doch viel Trainingszeit, um am Spielsystem und den Abläufen zu feilen, verbleibt der jungen Mannschaft derzeit kaum, denn gleich zum Saisonstart geht es Schlag auf Schlag für die Berliner: Das nächste Heimspiel gegen die Tigers Tübingen am Freitagabend (19 Uhr/live bei Telekom Sport) bildet den Auftakt eines Doppelspieltages für die Berliner in der Basketball-Bundesliga (BBL), am Sonntag wartet in Weißenfels der Mitteldeutsche BC. Kommende Woche startet dann auch noch der Eurocup.

Alba ist sich selbst genug

Viele Spiele und verschiedene Gegner innerhalb kurzer Zeit also, dazu die noch an vielen Stellen fehlende spielerische Abstimmung – bei den Albatrossen schaut man derzeit deshalb lieber auf sich selbst als auf den Gegner: „Dafür haben wir in der eigenen Mannschaft noch zu viele Baustellen in der Offensive wie auch in der Defensive. Unser Hauptaugenmerk liegt deshalb auf uns und nicht auf dem Gegner“, sagt etwa Albas Zugang Marius Grigonis. Doch auch das ändert nichts daran, dass es zum Basketballspiel immer noch zwei Teams braucht.

Und so stehen deshalb am Freitag auch die Tübinger auf dem Parkett der Arena am Ostbahnhof. Die Schwaben haben ihr Auftaktspiel am letzten Wochenende gegen Bayreuth verloren und offenbarten dabei vor allem Probleme beim Rebound und am defensiven Brett. Eine Chance für die bei Alba gut gestarteten großen Männer um Dennis Clifford und Luke Sikma, diese Schwächen auszunutzen.

Tübingens Guards sollen es richten

Das Tübinger Trainergespann mit den ehemaligen BBL-Stars Tyron McCoy als Headcoach und Aleksandar Nadjfeji als Assistent legt eher wert auf das geordnete Spiel über die Guards seines Teams, angetrieben vom Hirn der Mannschaft Jared Jordan, der seit vergangener Saison auf Platz eins der ewigen BBL-Rangliste für Assists liegt, oftmals abgeschlossen durch den letztjährigen Tübinger Topscorer Barry Stewart. Die Tigers konnten die beiden Köpfe ihres Teams auch in dieser Saison halten, treten ansonsten jedoch mit einem weitgehend neu zusammengewürfelten Team an. Das Spiel gegen Bayreuth verriet jedoch, dass es auch nun vermutlich wieder mit vielen Dreiern und schnellen Assists um einen möglichst frühen Klassenerhalt gehen wird.

Für die favorisierten Berliner bietet sich mit dem Spiel am Freitagabend also die Chance, nicht nur unter Wettbewerbsdruck weiterhin an den spielerischen Baustellen zu arbeiten, sondern gleich auch noch etwas für das eigene Punktekonto zu tun.

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