Bedient. Albas neuer Trainer Aito Garcia Reneses. Foto: dpa
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Basketball-Bundesliga Alba Berlin verliert dramatisch gegen Bremerhaven

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Auf den Auswärtssieg zum Saisonauftakt in Ulm lässt Alba Berlin eine Heimniederlage gegen Bremerhaven folgen. Die Entscheidung fällt dabei mit der Schlusssirene.

Die Fans von Alba Berlin machten vor dem ersten Heimspiel in der Basketball-Bundesliga klar, wovon sie in dieser Saison träumen. „Es wird wieder Zeit“, stand auf ihrer Choreografie neben den Jahreszahlen der acht Meistertitel der Berliner. Bis zum großen Ziel der Fans, von dem die Alba-Verantwortlichen nach den bescheidenen Erfolgen der vergangenen Jahre und dem großen Umbruch im Sommer verständlicherweise nicht sprechen, ist es aber noch ein weiter Weg. Das zeigte nicht zuletzt die dramatische 64:66 (12:19, 18:13, 18:19, 16:15)-Niederlage gegen die Eisbären Bremerhaven am Montag. Vor 8877 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof zeigte Alba eine wechselhafte Leistung, glich wenige Sekunden vor dem Ende aus, verlor aber durch einen Wurf mit der Schlusssirene. „Wir müssen noch vieles lernen“, sagte Albas neuer Trainer Aito Garcia Reneses. „Vor allem mental.“

Im Vergleich zum Auftaktsieg am Samstag in Ulm startete Alba deutlich verhaltener. Das hatte aber auch mit den starken Gästen zu tun. Bremerhaven ließ den Ball anfangs besser laufen als die Berliner und erspielte sich viele frei Würfe. Defensiv agierte die Mannschaft des ehemaligen Alba-Profis Sebastian Machowski sehr aggressiv und ließ so kaum einfache Punkte zu. Im gesamten ersten Viertel gelangen Alba so nur drei erfolgreiche Würfe aus dem Spiel. Zudem unterliefen den Berlinern zu viele Ballverluste. Besonders unglücklich agierte dabei Aufbauspieler Peyton Siva, den Reneses nach drei Turnovers schnell auf die Bank beorderte. Bremerhavens körperbetonte Verteidigung hatte jedoch auch ihren Preis. Schon nach wenigen Minuten hatten die Gäste die Teamfoulgrenze überschritten und Alba hielt den Rückstand durch zahlreiche Freiwürfe im einstelligen Bereich. „Nach dem Sieg in Ulm haben wir heute mit zu wenig Intensität begonnen“, kritisierte Reneses. „Das erste Viertel war sehr schlecht.“

Alba erwischte in beiden Halbzeiten einen schlechten Start

Im zweiten Viertel kam Alba dann aber besser ins Spiel. In der Defensive legten die Berliner klar zu. Angeführt von Joshiko Saibou und dem starken Center Dennis Clifford, der mit insgesamt 18 Punkten und sieben Rebounds bester Berliner war, steigerte sich Alba. Eine Minute vor der Pause gelang den Gastgebern durch einen Dreipunktewurf von Kapitän Niels Giffey die erste Führung.

Zu Beginn des dritten Viertels lief bei Alba dann allerdings nicht viel zusammen. Marius Grigonis, der in Ulm mit 20 Punkten noch der überragende Mann gewesen war, suchte zwar immer wieder den Abschluss, traf aber nur drei seiner elf Würfe. Auf der anderen Seite verstand es Bremerhaven um Point Guard Jordan Hulls immer wieder gut, das Spiel auseinanderzuziehen und freie Dreipunktewürfe zu kreieren. Da Alba dann aber mit einer sehr kleinen Aufstellung ohne echten Center und mit fünf Punkten von Tim Schneider noch einmal aufdrehte, ging es für die Berliner mit einem Zwei-Punkte-Rückstand ins letzte Viertel.

Da ging es hin und her. Die Führung wechselte mehrfach, Alba fehlte bei vielen Angriffen aber die nötige Ruhe. Bei Bremerhaven drehte Johnny Berhanemeskel auf und erzielte neun Punkte im letzten Viertel. Luke Sikma glich wenige Sekunden vor dem Ende aus, mit der Sirene warf Geoffrey Groselle die Gäste jedoch zum Sieg.

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