Joshiko Saibou zeigte eine starke Leistung. Foto: Maurizio Gambarini/dpa
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Basketball-Bundesliga Alba Berlin gewinnt auch gegen Bonn

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Die Berliner entscheiden auch das fünfte Spiel in zehn Tagen mit 90:69 für sich und überzeugen mit sehr variablem Basketball.

Die Pauken, die Klatschpappen und das Gebrüll sind wieder lauter geworden bei Alba Berlin. Es ist gar ein wenig Euphorie ausgebrochen bei dem Basketball-Bundesligisten. Die Mannschaft des Trainers Aito Garcia Reneses, ein junggebliebener 70-jähriger Spanier, gewann am Sonntag in der Arena am Ostbahnhof ihr fünftes Spiel in Serie innerhalb von zehn Tagen. Vor rund 8000 Zuschauern setzte sich Alba gegen Bonn 90:69 (43:34) durch. Die Rheinländer waren bis dahin noch ungeschlagen gewesen in der Liga. „Es macht einfach Spaß mit der Mannschaft. Ich bin glücklich, Teil von Alba zu sein“, sagte der überragende Luke Sikma.

Alba spielte so wie schon in den vergangenen Tagen: schnell, variabel und zielsicher aus der Distanz. Das war schon erstaunlich, denn Co-Trainer Thomas Päch hatte noch kurz vor dem Spiel erzählt, dass das Team im Moment kaum trainieren könne. „Wir haben wegen der Spiele ja gar keine Zeit dafür.“ Einen engen Terminkalender hatten aber auch die Bonner. Deswegen prophezeite Päch: „Die Energie wird der Schlüssel zum Erfolg.“

Peyton Siva verletzte sich am Fuß

Der Mann mit den meisten Reserven war zweifellos Albas Neuzugang Sikma. Der US-Amerikaner war schon in den bisherigen Begegnungen der Fixpunkt im Spiel der Mannschaft von Reneses gewesen. Sikma pflückt Rebounds, spielt viele Assists und trifft auch noch selbst. Das tat er auch am Sonntag. Doch die für die Anhänger von Alba wohl erfreulichste Erkenntnis gegen Bonn dürfte gewesen sein: Als es im letzten Viertel um die Entscheidung ging, setzte Trainer Reneses seinen besten Mann recht lange auf die Bank, während etwa junge Berliner Takent Tim Schneider auf dem Feld stand. Alba gewann trotzdem oder vielleicht gerade deswegen.

Beste Berliner Schützen waren Dennis Clifford, Spencer Butterfield und Sikma mit jeweils 14 Punkten, bei den Bonnern war Ron Curry mit 24 Punkten am erfolgreichsten. Nur eines trübte die Stimmung am Abend: Spielmacher Peyton Siva verletzte sich am Fuß. Eine genaue Diagnose stand noch aus. „Mein Fuß ist dick angeschwollen. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, sagte Siva.

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