Konnte mit dem Ergebnis und der Kampfkraft seiner Mannschaft zufrieden sein: Volleys-Trainer Luke Reynolds. Foto: dpa
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Achtelfinale im Volleyball-Pokal 3:2 gegen Düren: BR Volleys schaffen die Wende

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Im Achtelfinale des DVV-Pokals liegen die Berlin Volleys bereits mit 0:2-Sätzen zurück - und ziehen am Ende doch noch ins Viertelfinale ein.

Am Dienstag freute er sich noch auf einen freien Tag in der Max-Schmeling-Halle, dann musste Pierre Pujol doch noch ran. Im letzten Drittel des zweiten Satzes wechselte Luke Reynolds, Trainer der Berlin Volleys, den Franzosen ein, um das Blatt im DVV-Pokal-Achtelfinale gegen die SWD powervolleys zu wenden. Etwas unsicher wirkte Pujol noch zu Beginn, schaute sich oft nach einen Teamkameraden um und versuchte, viel zu kommunizieren.  Ein paar sichere Zuspiele gelangen ihm, die herausragende Szene am ersten Arbeitstag des Neuzugangs war aber das 7:6 im dritten Satz: Die zweite Berührung verwandelte der 33-Jährige in einen Punkt für seine neue Mannschaft, indem er den Ball einfach seitwärts über das Netz in die Spielfeldhälfte der Dürener schob. Ein gelungenes Comeback für den am Rücken Verletzten und symbolisch für den Abend: Nach einem 0:2-Rückstand gelang den Volleys noch das Unglaubliche: sie holten auf und gewannen das Spiel mit 3:2 (22:25, 22:25, 25:19, 25:18, 15:11). Damit stehen die Berliner im Viertelfinale des DVV-Pokal. 

Das Spiel markierte die Kehrtwende nach schwachem Saisonstart

Das Spiel markierte die Kehrtwende nach einem mehr als mauen Saisonstart. Beim Bundesligaspiel zum Saisonauftakt hatten die Volleys eine herbe Niederlage (0:3) gegen die Nordrhein-Westfalen einstecken müssen - allerdings auswärts und nach einer von Verletzungen geprägten Vorbereitung. Vor allem an ihren Schwierigkeiten in der Annahme hatte die Mannschaft um Trainer Luke Reynolds in den vergangenen Wochen arbeiten wollen. 

Das trug im Spiel gegen die Angstgegner Früchte - allerdings nervenaufreibend spät: Die Volleys vergaben anfangs immer wieder Punkte, weil die Dürener ungehindert in die Mitte schmettern konnten und der Ball den Berlinern förmlich vor die Füße fiel. Sobald etwas gewitztere Bälle von den Gegnern kamen, gerieten die Gastgeber oft in Bedrängnis: Die Volleys hechteten dem Ball mehrmals erfolglos hinterher und konnten sich nur noch bäuchlings auf dem Boden liegend über die vergebenen Punkte ärgern. Libero Luke Perry fiel nach einem besonders aggressiven Aufschlag einfach hintenüber um - kein Ruhmesblatt für den Australier. 

Nach dem dritten Satz allerdings kam der Angriff der Volleys durch. Dabei war die Leistung von Graham Vigrass besonders hervorzuheben. War er beim Spiel gegen Rottenburg noch unkonzentriert gewesen, bewies er im Achtelfinale seinen Wert für die Mannschaft. Gemeinsam mit Kyle Russell tat er sich durch hammerharte Schmetterbälle hervor, die den Volleys schließlich zum Sieg verhalfen.

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