Eisbär mittenmang. James Sheppard (in blau) vor dem Kölner Tor. Foto: imago/Bernd Königp

3:2-Sieg gegen die Kölner Haie Die Eisbären sind besser als jeder Sommerhut

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Die Eisbären zeigen gegen Köln ein erstklassiges Spiel und feiern mit dem 3:2 bereits ihren vierten Saisonsieg.

Manchmal ist das Leben ja scheinbar simpel. Der „Hit“ des Abends bei den Eisbären waren, wollte man der Pausenansage in der Arena am Ostbahnhof glauben, die „Sommerhüte in blau, rot und weiß“. Nun, die Hüte waren, was den Sommer betrifft, etwas spät dran – auch wenn der Preis (9,90 Euro) ein echtes Schnäppchen war. Pünktlich zum Herbstbeginn war das Hauptprogramm des Abends dann aber doch der wirkliche Hit: Wer eine Karte für das das Spiel der Eisbären gegen die Kölner Haie gekauft hatte, sollte es nicht bereut haben. Am fünften Spieltag sahen die Zuschauer beim bereits vierten Heimspiel der Berliner ein richtig gutes Eishockeyspiel. Am Ende gewannen es die Eisbären 3:2 (1:0, 1:2, 1:0), und das war durchaus verdient.

Wesentlich mehr Zuschauer hätte auch das Spiel vom Freitag verdient gehabt, die Arena war mit 9606 Besuchern kaum voller als am vergangenen Wochenende in den Spielen gegen Wolfsburg und Straubing. Vom Unterhaltungswert stimmte das Spiel. Zunächst gingen beiden Mannschaften taktisch sehr diszipliniert zu Werke, die Kölner wollten dabei noch weniger riskieren als die Eisbären, die dann etwas unvermittelt durch einen satten Distanzschuss von Daniel Richmond in Führung gingen. So mal schön von der blauen Linie abziehen, das kann allerdings ein Christian Ehrhoff mindestens genauso gut. Im zweiten Drittel ließen die Berliner den KölnerSpielorganisator dann doch zu frei zum Schuss kommen, und so fälschte Benjamin Hanowski zum 1:1 für die Haie ab.

Für die Berliner war es der vierte Saisonsieg

Wieder Ehrhoff leitete den Kölner Führungstreffer ein, Nicolas Krämmer schoss im zweiten Drittel das 2:1 für die Kölner, was Nick Petersen aber nur wenig später wieder ausglich, so dass es mit einem 2:2 ins letzte Drittel ging.
So eine lange Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga hat ja den Nachteil, dass die besseren Teams nicht an jedem der 52 Spieltage ihr ganzes Können offenbaren. Am Freitag allerdings hatte man schon den Eindruck, dass zwei Mannschaften versuchten abzurufen, was da war. Wer von den Zuschauern in Berlin tags zuvor durch Zufall auch in den Livestream des Spiels Krefeld gegen Bremerhaven reingeschaut haben sollte, dürfte kaum Gemeinsamkeiten mit dem Spiel der Eisbären gegen die Kölner Haie gefunden haben. Da wurden schnelle und harte Pässe gespielt, da waren wenig Zufall und dumme Fouls im Spiel. Aber es standen auch zwei Mannschaften auf dem Eis, die auch nach der Hauptrunde in der DEL etwas vor sich haben sollten.

Die Eisbären hatten schließlich gegen die Kölner in einem sehr offenen letzten Drittel genügend Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Ein etwas wurschteliges Tor von Sean Backman sieben Minuten vor Schluss brachte dann schließlich die Entscheidung zugunsten der Eisbären. Für die Berliner war es der vierte Saisonsieg – eine gute Bilanz, die nun von Uwe Krupps Mannschaft am Sonntag mit einem Sieg beim Meister in München ausgebaut werden kann.

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