Pakete in einer Zustellbasis der Deutschen Post DHL in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Thüringen Entwarnung: Keine Granate in DHL-Paket an Staatskanzlei

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Zusammengerollte Kataloge statt Wurfgranate: Die in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt eingegangene Sendung war harmlos.

Nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam ist auch in der thüringischen Staatskanzlei in Erfurt ein verdächtiges Paket eingegangen. Die Sendung sei bereits am Freitagnachmittag eingegangen und dann bei der Sichtung am Montag aufgefallen, sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej. Es enthielt jedoch nach Ermittlungen der Polizei keinen explosiven Inhalt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt. Das Paket sei an Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) adressiert gewesen. Mitarbeitern der Staatskanzlei war die DHL-Sendung verdächtig vorgekommen, weil sie keinen Absender trug. Die Polizei stellte das Paket sicher.

Nach Angaben von Ramelow hatte die Polizei zunächst von einer möglichen Wurfgranate in der Sendung gesprochen. Bei der Öffnung durch Spezialisten der Polizei entpuppte sich der Inhalt laut Staatsanwaltschaft jedoch als zusammengerollte Kataloge. Ramelow hatte davor gewarnt, eine Parallele zu dem Fund einer Paketbombe in Potsdam und einer möglichen Erpressung des Paketdiensts DHL zu ziehen. „Das ist pure Spekulation“, sagte er nach dem Fund in der Staatskanzlei.

Paket mit Sprengsatz in Potsdam

Im brandenburgischen Potsdam war am Freitag ein Paket mit einem Sprengsatz in einer Apotheke in der Innenstadt entdeckt und von Experten der Bundespolizei unschädlich gemacht worden. Wie die dortigen Behörden am Wochenende mitteilten, gehen sie von einem Zusammenhang mit einer Erpressung des Paketdiensts DHL aus. Sie warnten vor möglichen weiteren gefährlichen Postsendungen.

Kolodziej zufolge hatte das Paket in Erfurt über das Wochenende zunächst wie üblich in einem Regal gelegen. Mitarbeiter seien auf das Paket aufmerksam geworden, es sei von der Polizei sichergestellt worden, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Nach einer ersten Vorprüfung habe die Polizei von einer möglichen Wurfgranate gesprochen. Ob sie scharf sei, müssten die weiteren Untersuchungen ergeben.

Eine Parallele zu dem Fund einer Paketbombe in Potsdam und einer möglichen Erpressung des Paketdiensts DHL wollte auch Thüringens Regierungschef nicht ziehen. „Das ist pure Spekulation“, sagte er. (dpa/AFP)

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