Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), spricht während der Europa-Debatte zu den Delegierten. Foto: dpa/ Bernd von Jutrczenka
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Nach Rede auf SPD-Parteitag Schulz verteidigt Vorstoß für Vereinigte Staaten von Europa

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Martin Schulz hatte auf dem Parteitag der SPD die Umwandlung der EU in die Vereinigten Staaten von Europa bis 2025 ins Spiel gebracht. Nun verteidigte er seinen Vorstoß gegen Kritik.

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat seinen Vorstoß für die Umwandlung der Europäischen Union in die Vereinigten Staaten von Europa gegen Kritik aus der Union verteidigt. Beim SPD-Parteitag in Berlin antwortete er den Skeptikern mit einem Zitat des englischen Dichters Robert Browning. „Ich wage von Dingen zu träumen, die es niemals gab, und frage: Warum nicht?“ Schulz fügte hinzu: „Lasst uns in diesem Sinne die Vereinigten Staaten von Europa schaffen.“

Der SPD-Chef hatte am Donnerstag gefordert, die Idee von den Vereinigten Staaten von Europa bis 2025 zu realisieren. Die EU-Mitglieder, die dieser föderalen Verfassung nicht zustimmen, sollten dann die EU verlassen. Aus der Union kam scharfe Kritik an dem Vorschlag. Die CSU warf Schulz vor, damit Europa zu spalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte zurückhaltend, vermied aber eine eindeutige Positionierung.

Die Idee der Vereinigten Staaten von Europa nach dem Vorbild der USA gibt es schon weitaus länger als die Europäische Union. Die Sozialdemokraten haben sich 1925 erstmals dafür ausgesprochen. Es gehe nicht darum, die Nationalstaaten abzuschaffen, sondern die Integration in Europa zu vertiefen, betonte Schulz. „Wir müssen wieder Leidenschaft für Europa entfachen.“ (dpa)

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