Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017 Foto: dpap

AfD-Spitzenpolitikerin Alice Weidel soll Asylbewerberin schwarz beschäftigt haben

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Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat der "Zeit" zufolge eine Asylbewerberin aus Syrien illegal für sich arbeiten lassen. Der Anwalt der Politikerin bestreitet das.

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Die AfD-Spitzenpolitikerin Alice Weidel hat an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz für sich arbeiten lassen. Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Im Jahr 2015 arbeitete eine Studentin der Islamwissenschaften für die Politikerin, danach gab diese den Job an die Frau aus Syrien weiter. Die Asylbewerberin war im Herbst 2016 auch dabei, als Weidel mit ihrer Familie in eine Eigentumswohnung umzog. Das Gehalt bezahlte Weidel den Frauen bar auf die Hand, 25 Franken pro Stunde, was für Schweizer Verhältnisse üblich ist. Es gab weder einen Anstellungsvertrag, noch wurden die Frauen um Rechnungsstellung gebeten, berichtet die Wochenzeitung. Auch habe das Gehalt das Einkommenslimit für eine sozialabgabenfreie Beschäftigung von jährlich 750 Franken überschritten, so die "Zeit" in einem Artikel am Donnerstag.

Sie reagierte damit auf den Vorwurf von AfD-Sprecher Christian Lüth vom Mittwochabend. Dieser hatte behauptet, die Zeitung unterschlage, dass eine Barzahlung an Haushaltshilfen nach Schweizer Recht legal sei. „Hausangestellte müssen nur dann bei der kantonalen Ausgleichskasse angemeldet werden, wenn ihr Lohn im Jahr 750 Franken übersteigt. Löhne unter dieser Grenze sind beitragsfrei und nicht meldepflichtig", so Lüth.

Weidel selbst verbreitete die Erklärung unter dem Hashtag #Fakenews bei Twitter.

Von der "Zeit" um eine Stellungnahme gebeten, ließ Weidels Anwalt zunächst ausrichten, dass die gesetzte Antwortfrist von einem Arbeitstag „für die Aufarbeitung zum Teil relativ komplexer rechtlicher Sachverhalte mit Blick auf die Zulässigkeit von Vergütungsregelungen“ zu kurz gewesen sei. Später teilte er mit, dass die AfD-Politikerin "einen freundschaftlichen Kontakt zu einer Asylbewerberin aus Syrien" habe, die "als Freundin" auch in Weidels Haus zu Gast gewesen sei. "Dass die Asylbewerberin aber im Hause unserer Mandantin angestellt wurde oder als Angestellte gearbeitet hätte oder aber dafür Lohn bekommen hätte, ist jeweils falsch", zitiert die Wochenzeitung den Anwalt.

Alice Weidel lebt mit ihrer Lebenspartnerin, einer aus Sri Lanka stammenden Schweizerin, in Biel. Gemeinsam  ziehen sie zwei Söhne groß. Öffentlich nennt die AfD-Politikerin die deutsche Ortschaft Überlingen als Wohnort. Die 38-Jährige ist neben Alexander Gauland die Spitzenkandidatin der AfD für den Bundestag. (Tsp, dpa)

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