Sebastian Vettel fährt weiter im Ferrari. Unklar, welcher Sender überträgt. Foto: dpa
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Vergabe der TV-Rechte offen Wo rasen die Formel 1 durchs Bild?

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Die Formel-1-Saison ist vorbei, nicht vorbei ist der Poker um die TV-Rechte. Verlieren Free-TV-RTL und Pay-TV Sky ihre Lizenzen zum Senden?

Am Sonntag ist das letzte Rennen der Formel-1-Saison gefahren worden. Zugleich sind die Verträge mit RTL (Free-TV) und Sky (Pay-TV) ausgelaufen. Für Formel-1-Chef Chase Carey ist die künftige TV-Lösung für den deutschen Markt erst einmal offen. „Wir prüfen, was der beste Weg ist. Jeder Markt ist anders. Wir haben immer mehr Plattformen, von Free-TV über Bezahlfernsehen bis hin zu verschiedenen Digitalangeboten“, sagte der Geschäftsführer der Rennserie in Abu Dhabi der Deutschen Presse-Agentur.

Der Privatsender RTL hat seit Mitte 1991 jeden Grand Prix übertragen. Der Abschied für die Kölner wäre bitter, zumal der Abwärtstrend bei den Quoten gestoppt war. Rund viereinhalb Millionen Zuschauer sahen im Schnitt in dieser Saison zu, der Marktanteil kletterte schon mal über die 30-Prozent-Marke. Man befinde sich in Gesprächen, sagte die RTL-Zentrale dem Branchendienst dwdl.de. Auch Sky verhandelt. Vielleicht auch Eurosport, Dazn, die ARD.

Harter Konkurrenzkampf

Viele Szenarien sind möglich, analog zur Vergabe der TV-Rechte bei der Fußball-Bundesliga. Da konkurrieren im Pay-TV-Bereich Eurosport und Sky, im Free-TV haben sich ARD, ZDF und Nitro Lizenzen gesichert, ferner ist Amazon Prime ins Geschäft eingestiegen.

Möglich ist, dass künftig nur noch ein Teil der Rennen im Free-TV zu sehen ist. „Darüber will ich nicht spekulieren. Wir wollen die Dinge erst erledigen und dann darüber reden“, sagte Carey. Ausschlaggebend bei der Entscheidung über neue Fernsehpartner seien „Reichweite, Einnahmen und Wachstumschancen“, fügte der Amerikaner hinzu. Eine Spekulation ist, dass eine bestimmte Anzahl von Rennen, möglicherweise die attraktiven wie der Monaco-Grand-Prix, im Free-TV bleiben, um die Massenattraktivität des Motorsports zu erhalten. Joachim Huber

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