U2-Frontmann Bono in New York. Foto: U2
p

U2, Neil Young, Wiki, Nabihah Iqbal Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

0 Kommentare

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit U2, Neil Young & Promise Of The Real, Wiki und Nabihah Iqbal.

U2: Songs Of Experience (Universal)

Im Grunde sind U2 eine ängstliche Band, sie wollen alles auf einmal: eine Stimme der Entrechteten sein – und trotzdem Steuern sparen. U2 wollen künstlerische Relevanz und maximalen Erfolg. Doch spätestens seit „All That You Can’t Leave Behind“ (2000) fehlt ihren standardisierten Stadionhymnen jede Leichtigkeit. Torsten Groß, Moderator

Neil Young & Promise Of The Real: The Visitor (Warner)

Seltsam, dass man mit den Jahren nicht genug von Neil Young bekommen kann. Reicht es nicht langsam? Schon sein zweites Album in diesem Jahr, wieder mit der Band von dem Willie-Nelson-Sohn Lukas. Und es ist: gut, abwechslungsreich, sumpfig rockend. Ruhig weiter mehr davon, long may he roll. Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Wiki: No Mountains In Manhattan (XL/Beggars)

Ein Hip-Hop-Album aus New York, vom Rapper Wiki, der mit 23 Jahren schon auf eine Karriere mit der Rap-Crew Ratkin zurückschaut. Leicht nasal erzählt er von üblichen Problemen der Jugend: Drogen, Beziehung, Identität. Zugänglich, fast happy, aber mehr so 90er-happy, mit fröhlichen Zusatzlevel-Sounds und Endboss-Wummern. Laura Ewert, Kulturjournalistin

Nabihah Iqbal: Weighing Of The Heart (Ninja Tune)

Mit treibenden Bass- und Gitarrenlinien, programmierten Drums und sehnsüchtigen Synthiemelodien lässt die Londonerin den Wavepop der 80er wiederaufleben. Erstmals tritt Iqbal unter echtem Namen auf, zuvor produzierte sie als Throwing Shade clubtauglichen Elektropop. Ein Bekenntnis zu ihren asiatischen Wurzeln. Christina Mohr, Musikjournalistin

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen: www.tagesspiegel.de/pop

Zur Startseite