Die spanische Künstlerin La Ribot vereint Tanz, Live Art, Performance und Video. Ihr ist die Retrospektive von "Tanz im August" gewidmet. Foto: Hugo Glendinning / HAUp

Tanzfestival im Berliner HAU „Tanz im August“ setzt auf die Frauen

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Sasha Waltz zeigt Rituale der Weiblichkeit, die Retrospektive ist der spanischen Künstlerin La Ribot gewidmet: Das Programm der 29. Ausgabe von „Tanz im August“.

„Leidenschaft, Politik und gewagte Bewegungen“ – das ist das Motto der 29. Ausgabe von „Tanz im August“. Virve Sutinen stellte das Programm des Festivals gestern im Hebbel-Theater vor. Vom 11.8. bis zum 2.9. werden 28 Produktionen von Choreografen aus aller Welt präsentiert. Viele der Künstler beschäftigten sich mit „Strategien des Widerstands“, erklärte Sutinen. Zur Eröffnung zeigt der Choreograf Serge Aimé Coulibaly aus Burkina Faso „Kalakuta Republik“, eine Hommage an Fela Kuti, den Erfinder des Afrobeat und politischen Aktivisten.

Die Retrospektive ist dieses Mal der spanischen Künstlerin La Ribot gewidmet, die sich an der Schnittstelle von Tanz, Live Art, Performance und Video bewegt. Unter dem Titel „Occuuppatiooon!“ werden Arbeiten von 1993 bis 2016 gezeigt, darunter eine Auswahl ihrer gefeierten „Distinguished Pieces“ sowie „Gustavia“, ein Duett mit der französischen Choreografin Mathilde Monnier und „ein feministischer Klassiker“, wie Sutinen unterstreicht. Monnier ist auch mit „El Baile“ vertreten, das den argentinischen Tango als Form des Widerstands feiert.

Auch die Berliner Tanzszene ist wieder eingebunden

Die Positionen von Frauen dominieren diesmal beim „Tanz im August“. Sängerin und Choreografin Dorothée Munyaneza erzählt in „Unwanted“ von Frauen in Ruanda während des Genozids. Auch die Berliner Tanzszene ist wieder eingebunden. Sasha Waltz zeigt neben drei Vorstellungen von „Kreatur“ die Uraufführung „Women“: gemeinsam mit 20 Tänzerinnen entwickelt sie Rituale der Weiblichkeit. Auch Jefta van Dinther, Lea Moro und Eszter Salamon präsentieren neue Arbeiten.

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