Er teilt kräftig aus. Der scheidende Intendant des Berliner Ensemble, Claus Peymann Foto: dpap

Direktor des Berliner Ensemble Peymann wettert gegen seinen Nachfolger

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Der Direktor des Berliner Ensembles Claus Peymann ist nicht begeistert von seinem Nachfolger Oliver Reese. Auch gegen den Castorf-Nachfolger Chris Dercon teilt er aus.

Claus Peymann (79), derzeit noch Direktor des Berliner Ensemble (BE), ätzt gegen seinen Nachfolger Oliver Reese (52). „Reese ist Repräsentant einer Generation von gescheiten, gut informierten, aber handzahmen Verwaltern“, sagte Peymann der „Bild“-Zeitung.

„Ich war immer der Meinung, dass das BE von einem Künstler erster Kategorie geführt werden muss“, meinte der Theatermacher. „Ich hatte Luc Bondy, der ja nun leider tot ist, und Leander Haußmann vorgeschlagen. Aber es gab nicht mal ein Treffen mit ihnen.“

Peymann: "Dercon überschätzt sich gewaltig"

Auch seine Kritik am designierten neuen Volksbühnen-Intendanten, dem belgischen Museumsfachmann und Kulturmanager Chris Dercon, erneuerte Peymann. Dercon überschätze sich gewaltig. „Ich würde ja auch nicht die Philharmoniker leiten, wenn man mich fragt“, sagte Peymann.

Dercon löst im Sommer 2017 den langjährigen Volksbühnen-Intendanten Frank Castorf ab. Der vom Frankfurter Schauspiel kommende Oliver Reese wird zur selben Zeit Nachfolger von Peymann, der das Berliner Ensemble seit dem Jahr 1999 leitet. (dpa)

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