Lachen und Musik verbinden: Firas Alshater im "Diwan". Foto: Thilo Rückeisp

FRAGEN  an Firas Alshater Was vermissen Sie am meisten?

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Firas Alshater, Youtuber aus Syrien, hat sein erstes Buch im "Diwan" von Tagesspiegel und Friedrich-Naumann-Stiftung vorgestellt. Hier beantwortet er Fragen der Gäste.

Firas Alshater ist mit seinem Youtube-Kanal „Zucar“ bekannt geworden: In kurzen Videos nimmt er das Verhältnis von Deutschen und Syrern satirisch aufs Korn. Vor Kurzem ist sein Buch „Ich komm auf Deutschland zu – Ein Syrer über seine neue Heimat“ erschienen. Im „Diwan“, der neuen Salon-Reihe von Tagesspiegel und Friedrich-Naumann-Stiftung, stellte er das Buch am 10. März vor. Hier einige Fragen der Gäste.

Wie viel von deinem Erfolg ist Glück und wie viel ist Arbeit und Motivation? Zoya Mahfoud, aus Syrien

Die erste Hälfte ist Glück und die andere Hälfte ist Arbeit und Motivation. Ohne meine Arbeit und die Motivation, die die Menschen mir geben, könnte ich nicht da sein, wo ich momentan bin. Aber ohne eine Portion Glück am Anfang hätte ich auch die Menschen und die Motivation nicht erreicht ...


Glauben Sie, dass Deutschland Ihnen einmal zu einer zweiten Heimat werden könnte? Oder träumen Sie davon, in einer Zeit nach dem Krieg Ihr Heimatland Syrien wieder aufzubauen? Christa Betz, Neukölln

Deutschland ist momentan meine zweite Heimat, denn hier kann ich frei leben. Für mich ist Freiheit das Wichtigste, die Freiheit, meine Gedanken auszudrücken, ohne Angst zu haben, verhaftet zu werden. Wenn ich diese Freiheit in Syrien haben könnte, würde ich auch nach Syrien zurückgehen.


Woran merkt man, dass man „zu Hause“ ist? Ana-Marija Cvitic, Friedenau

Wenn man sich wohlfühlt und keine Angst hat und unter Menschen ist: Das ist einfach zu Hause.

Strengt es Sie manchmal an, immer lustig sein zu müssen – Stichwort: der lustige Flüchtling? Christiane Dankbar, Kreuzberg

Ich bin nicht der lustige Flüchtling! Ich bin einfach Firas, der es mag, die Menschen zum Lachen zu bringen. Lachen ist für mich der erste Schritt zur Kommunikation und somit auch zur Integration: denn alle Menschen lachen in derselben Sprache.

Was vermissen Sie am meisten? Zahra Zapp, Wilmersdorf

Ich vermisse erstens die Sonne, zweitens das gute Essen und drittens meine Mutter.

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