Das Menschenmuseum in Berlin-Mitte ist stark umstritten. Nach einem Streit mit dem Bezirk Mitte vor dem Verwaltungsgericht, muss das Museum nun vorübergehend geschlossen werden. Foto: Marijan Murat/dpa
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Umstrittene Ausstellung Menschenmuseum in Berlin-Mitte schließt vorübergehend

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Im Streit mit dem Berliner Bezirk Mitte muss das Menschenmuseum am Alexanderplatz ab Donnerstag nun vorübergehend schließen.

Der Streit um das Menschenmuseum entwickelt sich langsam zur Farce: Nachdem die Betreiber des Museums Mitte September vor dem Verwaltungsgericht wie berichtet die drohende Schließung ihrer Schau durch den Bezirk Mitte verhindern konnten, müssen sie das Museum nun doch vom 5. bis 9. Oktober vorübergehend dicht machen.

Das hat der Bezirk mit einer „sofort vollziehbaren Verfügung“ durchgesetzt. Konkret geht es bei dem erneuten Zwist um zehn gezeigte Ganzkörperplastinate, bei denen die Identität der Verstorbenen und deren Einwilligung zur Plastination nicht klar nachzuweisen ist. Deshalb hatte das Verwaltungsgericht als einzige Auflage für den Weiterbetrieb des Museum deren Entfernung gefordert. Dies ging dem Bezirk offenbar nicht rasch genug – weshalb er gleich nach dem Urteil eine erneute Schließungsverfügung erwirkte. Nun sollen die zehn Plastinate bis zum 9. Oktober entfernt werden. Danach kann das Museum wieder öffnen.

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