Eine Tür im geheimen Garten in Schöneberg. Foto: Susanne Schmidt
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Start des Tagesspiegel-Adventskalenders Was verbirgt sich hinter dieser Berliner Tür?

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Bis zum 24. Dezember öffnen wir täglich Berliner Türen - und berichten, was sich dahinter befindet. Die erste steht, nein, liegt im Schöneberger Südgelände.

Diese Tür steht, nein, sie liegt einfach so da im Schöneberger Südgelände. Auf einer Kante ringsherum wächst Gras. Sie wartet, bis jemand ihre braunen Metallflügel öffnet und einen Blick auf ihren Inhalt wirft – auf sechs weiße Buchstaben: „nichts“.

Nichts. Foto: Susanne Schmidt
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Diese Tür ist ein Kunstwerk in einem Park voller Kunstwerke, dem „Giardino Segreto“ in Schöneberg. Diesem „geheimen Garten“, der nach italienischem Vorbild vor zwölf Jahren von der Künstlergruppe Odious gestaltet wurde. Teil der Gruppe war auch der Berliner Klaus Duschat. Er ist der Erschaffer der Nichts-Tür und sagt: „Ich möchte damit die Neugier der Menschen herausfordern.“

Viele achteten nicht darauf, was sich um einen herum befinde, sondern nur darauf, was einem vor den Füßen liege. Lass es doch ein „Nichts“ sein, dachte sich Duschat. Die Tür ist also ein Spiel mit dem Offensichtlichen, mit dem weniger Offensichtlichen, mit unserer Neugier. Wer einen genauen Blick hinter diese Tür werfen will, kann dies täglich tun, besonders aber am kommenden Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt im Natur-Park Schöneberger Südgelände.

Berlin als Adventskalender: Wo führt eigentlich diese kleine schwarze Tür unterhalb des Humboldt Forums hin? Unscheinbar liegt sie im alten Mauerwerk direkt über der Wasseroberfläche am Spreekanal, über ihr wächst gerade der Neubau des Berliner Schlosses in die Höhe. Was sich hinter diesem Eingang verbirgt, erzählen wir an einem der kommenden 24 Tage, wie auch die Geschichten hinter 23 anderen Berliner Türen. In diesem Sinne laden wir Sie zu einer Entdeckungsreise durch Berlin ein und wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit. (mgr)

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