Sechs Blüten in den Farben des Regenbogens haben UdK-Studenten entworfen. Simulation: AG Hirschfeld der UdKp

Magnus-Hirschfeld-Ufer in BerlinDenkmal für Homosexuellen-Bewegung ist im September fertig

von Hasan Gökkaya14 Kommentare

Endlich gibt es einen Einweihungstermin für das Calla-Lilien-Denkmal für die homosexuelle Emanzipationsbewegung in Berlin: Im September soll es soweit sein.

Das vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) initiierte Denkmal für die weltweit erste homosexuelle Emanzipationsbewegung wird am 7. September 2017 eingeweiht. Die Senatoren Dirk Behrendt (Grüne) und Klaus Lederer (Linke) werden den Senat bei der Denkmal-Einweihung und beim anschließenden Festakt im Centrum Judaicum durch Redebeiträge vertreten. Das Denkmal soll auf einer Teilfläche des Magnus-Hirschfeld-Ufers gegenüber vom Bundeskanzleramt errichtet werden.

Eigentlich sollte das Denkmal bereits im vergangenen Herbst eingeweiht werden. Doch dann gab es Verzögerungen bei der Baugenehmigung. Finanziert wird es durch die Lotto-Stiftung und Spenden. Anders als die Gedenkstätte im nahen Tiergarten soll das neue Denkmal nicht an die Verfolgung von Homosexuellen während der NS-Zeit erinnern, sondern an die homosexuelle Emanzipationsbewegung um den Wissenschaftler Magnus Hirschfeld, die im späten 19. Jahrhundert von Berlin ausging. Hier gründete Hirschfeld 1897 das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK), die weltweit erste Organisation, die sexuelle Handlungen zwischen Männern entkriminalisieren wollte.

Bestehen wird das Denkmal aus sechs große Blüten der Calla-Lilie, die in den Farben des Regenbogens gehalten sind. Dieses Motiv wurde von einer Jury aus fünf Entwürfen von Studierenden der Universität der Künste Berlin (UdK) für das Denkmal ausgesucht. Die Calla-Lilie hat weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze, was symbolisch für die Vielfalt sexueller Identitäten steht.

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