Foto: dpap

Kontrollen auf Stadtautobahn Betrunken und zu schnell

Jörn Hasselmann
15 Kommentare

Drei Autofahrer müssen eine zeitlang auf ihren Führerschein verzichten. Eine Frau fuhr betrunken, ein Mann doppelt so schnell wie erlaubt. Ein Opel-Fahrer baute betrunken einen Unfall.

Freitagabend fiel einer Streife der Autobahnpolizei ein SUV der Marke Ssangyong auf, der die Autobahn A113 sehr zügig in Richtung Süden befuhr. Die Geschwindigkeitsmessung ergab 106 km/h bei erlaubten 80. Als die Beamten die Fahrerin, eine 38 Jahre alte Frau, in Johannisthal in Höhe der Auffahrt Stubenrauchstraße gegen 21.50 Uhr stoppten und kontrollierten, bemerkten sie eine Alkoholfahne bei der Frau. Mit im Auto saß ihr achtjähriger Sohn. Sie pustete sich auf einen Wert von über 1,2 Promille. Fahren mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille und mehr ("absolute Fahruntüchtigkeit"), wird als Straftat geahndet. Der Führerschein der 38-Jährigen wurde einbehalten. Sie bekommt drei Punkte, die Höhe der Geldstrafe und die Dauer des Führerscheinverlustes legt ein Gericht fest.

Gegen 4.20 Uhr geriet ein VW Golf GTI ins Visier der Streifenbeamten. Auf der BAB 111, kurz vor dem Tunnel Flughafen Tegel, fuhr der 30-jährige Fahrer mit 122 km/h mehr als doppelt so schnell wie die erlaubten 60 km/h. Den Raser erwarten nun ein Bußgeld von mindestens 960 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate ohne Führerschein. Wenn Autofahrer mit der doppelten zulässigen Geschwindigkeit erwischt werden, wertet die Berliner Polizei dies als Vorsatz und verdoppelt das Standardbußgeld, aus 480 Euro laut Bußgeldkatalog wurden so die 960 Euro.

Gegen 22.50 Uhr wurde die Polizei zu einem Unfall in der Martin-Luther-Straße Ecke Badensche Straße gerufen. Ein 30-jähriger Opel-Fahrer, bei dem die Beamten Alkoholgeruch bemerkten, gab an, dass er beim Abbiegen mit einem Verkehrsschild auf der Mittelinsel zusammengestoßen sei. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Einen Promillewert konnte die Polizei noch nicht nennen.

Mehr zu Reinickendorf