Eigentlich ganz süß - aber nicht auf der Bahntrasse. Foto: imago/blickwinkel
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Brandenburg ICE rast in Wildschweinrotte

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Bei Rathenow stieß ein ICE am Dienstagabend mit einer Horde Wildschweinen zusammen. Keine Seltenheit, sagt die Bahn.

Ein ICE der Deutschen Bahn ist am Dienstagabend in Rathenow westlich von Berlin mit Wildschweinen zusammengestoßen. „Der ICE ist leider nicht mehr fahrbereit“, berichtete die Bundespolizei auf Twitter. Personen wurden nach ersten Erkenntnissen der Beamten nicht verletzt.

Etwa 400 Reisende im ICE 596 (München-Stuttgart-Berlin) mussten in einen anderen, aus Basel kommenden Zug wechseln, der an die Unfallstelle herangefahren wurde. Der Umstieg auf freier Strecke dauerte etwa eine halbe Stunde. Gegen Mitternacht traf der Zug dann mit leichter Verspätung in Berlin ein, während der defekte ICE ebenfalls nach Berlin abgeschleppt wurde.

Bis Mitternacht gab es auf der Strecke Wolfsburg-Berlin zwischen Schönhausen und Rathenow eine Vollsperrung. Danach konnte immerhin das Gleis daneben benutzt werden. Ab 4:30 Uhr war die Strecke wieder in Gänze befahrbar. Auch andere Züge in Richtung Berlin verspäteten sich laut Angaben der Bahn.

Die Wildschweine - wie viele es waren, konnte die Bundespolizei nicht sagen - überlebten den Zusammenprall nicht. Wie in solchen Fällen üblich, sei der Jäger informiert worden. Auch wenn nach Angaben der Bahn-Sprecherin Zusammenstöße mit Wildtieren keine Seltenheit seien, so passiere dies in einem solchen Ausmaß - mit Zugevakuierung - normalerweise nicht, sagte ein Beamter der Bundespolizei. (mit dpa)

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