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Berlin-Pankow Gasleck am frühen Samstagmorgen abgedichtet

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Bei Bauarbeiten in der Mühlenstraße ist eine Gasleitung beschädigt worden. Eine Schule, eine Kita und ein Flüchtlingsheim wurden geräumt.

Starker Gasgeruch, ein Großaufgebot der Feuerwehr und mehrere geräumte Gebäude: Wegen eines geborstenen Gasrohres herrschte an der Mühlenstraße in Pankow ab Freitagmittag der Ausnahmezustand.

Ab 12.30 Uhr strömt Erdgas aus einem etwa 30 Zentimeter dicken Rohr, das auf einer Baustelle bei Bohrarbeiten beschädigt worden war. Um eine Explosion zu verhindern, legten die Brandschützer über das gesamte Areal einen dichten Sprühnebel. Eine Schule, eine Kita, ein Flüchtlingswohnheim sowie vier Mehrfamilienhäuser in direkter Nachbarschaft wurden umgehend geräumt. Mehr als dreihundert Personen waren betroffen. Die Mühlenstraße war zwischen Flora- und Maximilianstraße bis Samstagmorgen um 3 Uhr in beiden Richtungen komplett gesperrt.

Die Reparatur dauert an, es strömt weiterhin Gas aus

Experten der zuständigen Gas-Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg und die Berliner Feuerwehr waren bis in die frühen Morgenstunden damit beschäftigt, das in etwa 1,5 Meter Tiefe verlaufende Rohr an der Bruchstelle abzudichten. Da es sich um eine größere Transportleitung handelt, musste der relativ hohe Gasdruck zuvor erst langsam gesenkt werden. „Wir können die Gaszufuhr nicht einfach von Außen kurzfristig stoppen“, sagt der Sprecher der Netzgesellschaft, Carsten Döring, am Freitagabend. „Andernfalls würde die Gasversorgung der umliegenden Wohngebiete komplett zusammenbrechen.“

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