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Berlin-Marzahn Einjähriger stirbt nach Wohnungsbrand

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Bei einem Brand in Berlin-Marzahn kam für ein Kleinkind jede Rettung zu spät. Vier Personen konnten gerettet werden.

Ein Kleinkind ist am Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages bei einem Wohnungsbrand in Marzahn gestorben. Gegen 5.30 entdeckten die Eltern der fünfköpfigen Familie, dass es im Wohnzimmer brannte. Sie alarmierten die Feuerwehr, die innerhalb weniger Minuten in der Sella-Hasse-Straße eintraf.

Zu diesem Zeitpunkt stand die Wohnung im elften Stock des Hochhauses vollständig in Flammen. Die 28-jährige Mutter, der 38-jährige Vater, ein Fünfjähriger Junge und ein Säugling waren vor den Flammen auf den Balkon geflohen. Hier wurden sie über die neue Spezialdrehleiter der Feuerwache Marzahn gerettet, die auch größere Höhen von bis zu 39 Metern erreicht. Standarddrehleitern erreichen sonst nur 23 Meter Höhe. Die vier Personen wurden mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht. Das dritte Kind, das später starb, wurde von einem Trupp der Feuerwehr aus der Brandwohnung geholt. Ein Notarzt versuchte, das etwa ein Jahr alte Kind wiederzubeleben. Es kam in kritischem Zustand ins Krankenhaus, wo es wenig später starb. Auch weitere Mieter klagten durch den Rauch über Atembeschwerden und wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht.
Wieso der Brand ausbrach, ist unklar. Die Polizei ermittelt. Ebenso ungeklärt ist die Frage, wieso die Eltern ihr drittes Kind nicht mehr retten konnte, ob sie also wegen der Flammen nicht mehr zum Bettchen kamen oder sich das eineinhalbjährige Kind irgendwo versteckt hatte. Die Wohnung brannte völlig aus. 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Berlin war eines der letzten Bundesländer, das eine Rauchmelderpflicht eingeführt hat. In Neubauten sind diese Lebensretter seit Jahresbeginn 2017 vorgeschrieben. Die Übergangsfrist für bestehende Wohnungen endet 2020.

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