Heinrich Strößenreuther, Mit-Initiator der Initiative Volksentscheid Fahrrad, zieht sich zurück. Foto: Sophia Kembowski/dpa
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Nach zwei Jahren Kampagne für den Radverkehr Sprecher des Volksentscheids Fahrrad zieht sich zurück

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Nach zwei Jahren ehrenamtlicher Arbeit für einen Volksentscheid Fahrrad will sich Heinrich Strößenreuther wieder seinem Beruf widmen.

Der Sprecher und Hauptakteur des Volksentscheids Fahrrad, Heinrich Strößenreuther, zieht sich aus der Initiative zurück. Aus beruflichen Gründen, erklärte er in einer Mitteilung am Mittwoch. Aber offenbar auch, weil der Volksentscheid Fahrrad seine politischen Ziele erreicht habe. "Mit der Vorstellung des Radverkehrs- und Mobilitätsgesetzes durch die Verkehrssenatorin Regine Günther Anfang August ist das Ziel erreicht: Berlin verpflichtet sich gesetzlich, massiv in die Radinfrastruktur zu investieren.", sagte Strößenreuther.

Der ehemalige Bahnmanager hatte zusammen mit anderen Radaktivisten die Kampagne für einen Volksentscheid zum Ausbau des Radverkehrs vor zwei Jahren gestartet. Nach Antritt der rot-rot-grünen Koalition im Herbst 2016 zeichnete sich eine Wende in der Verkehrspolitik ab, Strößenreuther kritisierte aber weiterhin, die neue Verkehrspolitik werde innerhalb der Koalition ausgebremst. Der Volksentscheid sollte nach dem Zeitplan der Initiatve eigentlich parallel zur Bundestagwahl am 24. September stattfinden, doch wegen einer langen Zulässigkeitsprüfung beim Senat ließ sich dieser Termin nicht halten. Schließlich gab die Initiative den Volksentscheid auf, nahm sich aber sofort ein neues Thema vor: Werbung im öffentlichen Raum. Dafür wurde bereits ein Gesetzentwurf zur amtlichen Kostenschätzung beim Senat eingereicht.

Strößenreuther bleibt aber seinem Thema Mobilität treu. Als Geschäftsführer der Agentur für clevere Städte werde er wieder Kommunen, Unternehmen, NGOs und Startups beraten.

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