Die Friedrichsbrücke am Dom. Die Brücke ist viel schmaler als die Brückenköpfe. Das wird sich ändern. Foto: Thilo Rückeis
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Museumsinsel in Berlin Die Friedrichsbrücke wird auf alt getrimmt

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Die Friedrichsbrücke an der Museumsinsel ist einer der wenigen romantischen Orte in Berlin. Jetzt wird sie auf doppelte Breite gebracht, so wie die Vorgängerbrücke, die 1945 gesprengt wurde.

Die Friedrichsbrücke an der Museumsinsel in Mitte wird in dieser Woche auf ihre historischen Maße verbreitert. Die Radfahrer- und Fußgängerbrücke im Zuge der Bodestraße erhält einen Anbau aus Stahlträgern, der sie von jetzt 12,5 auf 27 Meter wachsen lässt. Dazu bleibt die Brücke bis Freitag, 24 Uhr, gesperrt.

Die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Brücke laufen bereits seit einem Jahr, im kommenden Frühjahr soll laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung alles fertig sein. Dann wird die Brücke wieder so großzügig wirken wie vor dem Krieg. Den Denkmalschützern geht es vor allem um die Wiederherstellung der historischen Proportionen. Künftig wird der nördliche Gehsteig der Brücke wieder direkt in den Kolonnadengang münden. Die historische Breite lässt sich noch an den Brückenköpfen ablesen.

Berliner Ort für Liebeserklärung

Die Friedrichsbrücke ist schon jetzt einer der wenigen Berliner Orte für romantische Liebeserklärungen. Die Brücke bietet freie Sicht auf Spree, Dom und Nationalgalerie und wirkt mit ihrer Steinverkleidung und den Obelisken selbst wie ein gut erhaltenes Relikt aus Alt-Berlin. Doch die historische Brücke von 1894 wurde 1945 gesprengt und 1951 durch eine Behelfsbrücke aus Holz ersetzt. Diese wich 1981 der heutigen Spannbetonkonstruktion.

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7,7 Millionen Euro hauptsächlich aus Fördermitteln der EU

Die Spannbetonbrücke bleibt erhalten, wird auf beiden Seiten nur durch 60 Meter lange Stahlträger erweitert. Brückenbrüstung und Steinverkleidung werden zur Zeit restauriert und später an die Neubauelemente montiert, so dass wieder eine einheitliche Brückenoptik entsteht. „Ein eleganter Kunstgriff“, meint die Sprecherin der Senatsverwaltung, Petra Rohland. Die Kosten: 7,7 Millionen Euro, vorwiegend aus Fördermitteln der EU finanziert.

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