Jeannine Koch ist die neue Direktorin der Netz-Konferenz re:publica. Tausende diskutieren dort jedes Jahr über die digitale Gesellschaft. Foto: Daniel Großjohann / Promo
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Jeannine Koch im Interview Neue re:publica-Chefin kommt von der IGA in Marzahn

Johannes Drosdowski
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Die neue Direktorin der Netz-Konferenz re:publica war zuvor Marketing-Chefin für die IGA. Wir haben mit ihr über den Richtungswechsel gesprochen.

Frau Koch, vom Grünen zum Digitalen, das ist ein weiter Weg. Woher der Richtungswechsel?

Mein Herz hat schon immer für digitale Themen gepocht. Da komme ich einfach her. Ich bin re:publica-Gängerin der ersten Stunde und habe dort 2010 sogar gearbeitet: Das Volunteer-Shirt habe ich immer noch. Außerdem haben der re:publica-Geschäftsführer Andreas Gebhard und ich für die IGA auch schon die Symposiumsreihe „Digitalisierung im Grünen“ ausgearbeitet. Dabei ging es um smarte digitale Helfer, die wir im Grünen nutzen können, wie die App Naturblick vom Naturkundemuseum.

Wie ändert sich die re:publica nun?

Aktuell merkt man ja an der Bundespolitik, dass digitale Themen immer wichtiger werden, an denen die re:publica schon seit zehn Jahren arbeitet. 2018 wollen wir uns dabei noch stärker aufstellen bei den neuen, großen Themen, die besonders auch Europa betreffen. Mehr darf ich leider erst im Januar verraten.

Das Thema der re:publica 2018 ist dafür schon bekannt: „Pop“. Die Konferenz will Filterblasen zerplatzen lassen, auch die eigene?

Absolut. Wir stellen uns einem breiteren Publikum, öffnen uns noch mehr. Der Untertitel ist „Power to the People“. Die Menschen fragen sich: Was gibt es für Mächte in der digitalen Gesellschaft? Was geschieht um sie herum? Und wir wollen diese Leute bemächtigen, ihre eigene Stimme zu haben.

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