Violette Pracht. Kurz vor Saisonschluss strengt sich die Natur noch einmal richtig an, so auch im blühenden Dahliengarten. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp

Internationale Gartenausstellung Nur noch vier Wochen IGA in Marzahn

Andreas Conrad Kitty Kleist-Heinrich
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Die Internationale Gartenausstellung in Marzahn geht in ihre bunt blühende Schlussrunde. Ein Besuch zum Herbstanfang.

Unbarmherzig schreitet der Kalender voran. Sommer? Vielleicht noch ein paar Zuckungen, dann hat er dem Herbst endgültig das Feld geräumt. Zwar blüht und grünt es weiterhin auf der Internationalen Gartenausstellung in Marzahn, aber das Ende ist absehbar. Noch 33 Tage, so wurde es auf der IGA-Website am Montag angezeigt, nun sind es also nur noch 32 Tage, morgen nur noch 31...! Die Blütezeit läuft ab.

Kunst im Garten. Auf den Spiegelflächen dieser Skulptur vervielfacht sich die Natur. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp
Für Freunde alpiner Transportmittel gibt es eine echte Seilbahn. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp
Für Anglophile, die dem Brexit trotzen wollen, gibt einen Englischen Garten samt Cottage. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp

Genießen wir also schnell noch einmal die bunte Pracht der Bilder, der pflanzlichen wie der fotografischen, wobei letztere zwar nicht duften, aber länger halten. Noch ein paar Ratschläge zur Besichtigung gefällig? Letzte Ermunterungen, endlich doch einmal die blühenden Gärten im Osten der Stadt zu besuchen? Anregungen, um die schwindende Fülle nicht nur mit dem fragenden Blick zu betrachten, in welchem Gartencenter dieses oder jenes Gewächs wohl zu erwerben sei?

Es grünt so bunt. Zum Beispiel an der Kienbergpromenade. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp
Auch für Kinder hat die IGA ihre besonderen Attraktionen. Kitty Kleist-Heinrichp
An der Wassergärten-Promenade "Aquatica" plätschert und gurgelt es - ein Geräusch, das man diesen Sommer auch in Rinnsteinen zur Genüge geboten bekam. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp

Essayistisch-poetische Betrachtungen der IGA

Renate Hoffmann, Veterinärin, Lyrikerin und Autorin in einer Person, ist durch die Gärten spaziert und hat ihre Erlebnisse in essayistisch-poetische Betrachtungen verwandelt, die den großen Bogen des Historisch-Allgemeinen zum Marzahnisch-Konkreten schlagen. Zum Beispiel über den Herbst: „Er kommt nicht über Nacht, der Schlaue. Er schickt Abschiedsblumen vor. Man solle glauben, es sei für lange Zeit noch Sommer. Und der Herbst, er falle dieses Jahr aus. Deshalb blühen vorerst in den Pflanzkübeln der ,Gärten‘ Sonnenblumen mit heiteren Gesichtern.“

Renate Hoffmann/Peter Hoffmann (Illustr.): Es flüstern und sprechen die Blumen. Spaziergänge durch die „Gärten der Welt“. Das Neue Berlin, 160 S., 12,99 Euro

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