Im Impfbuch werden die Impfungen auch gegen Hepatitis A vermerkt. Foto: Andrea Warnecke/dpap

Infektionen in BerlinFälle von Hepatitis A bei schwulen Männern nehmen zu

von Sigrid Kneist8 Kommentare

Seit Mitte November ist die Zahl der Infektionen mit Hepatitis A stark gestiegen. Kondome bieten keinen Schutz vor Ansteckung.

Beim Robert-Koch-Institut wurden seit Mitte November mehr als 80 Infektionen mit Hepatitis A in Berlin registriert. In weit mehr als der Hälfte der Fälle sei Sex unter Männern die wahrscheinliche Ursache für die Erkrankung. Anders als bei anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bieten den Angaben zufolge Kondome bei Hepatitis A keinen Schutz vor Ansteckung.

Um den weiteren Ausbruch der Krankheit zu verhindern, empfiehlt das Robert-Koch-Institut homosexuellen Männern auf jeden Fall eine Impfung. Hausärzte werden gebeten, bei Patienten mit sexuellem Risiko zu überprüfen, ob diese gegen Hepatitis A geimpft sind. Und wenn nicht, eine Impfung mit einem bestimmten Impfstoff zu empfehlen, der bereits innerhalb von zwei bis vier Wochen nach der Impfung ausreichend schützt. Für einen Langzeitschutz sollte es eine zweite Impfung nach sechs bis 18 Monaten geben. Auch das Landesamt für Gesundheit und Soziales rät zur Impfung.