Hans Georg Näder, auf Bötzow Berlin. Foto: Paulus Ponizak
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Hans Georg Näder hilft mit Ottobock Berlin und der Welt

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Hans Georg Näder hat mit Ottobock für Berlin und die Paralympics 2018 viel vor. Was alles?

Die „Böcke“ bewegen Berlin: Hans Georg Näder, geschäftsführender Gesellschafter der Ottobock-Firmengruppe, bleibt mit seinem Weltmarktführerkonzern in der Medizintechnik-Branche dem Deutschen Behindertensportverband DBS als wichtiger Förderer verbunden – und bei den Paralympics Anfang 2018 in Südkorea leisten seine Fachleute wieder technische Unterstützung für die Athleten in den Werkstätten für Prothetik, Orthetik und Rollstuhltechnik. Gemeinsam mit Peter Maffay und dem Tagesspiegel als Medienpartner hatte Näder schon anlässlich der Sommerspiele 2016 in Rio ein „Tabaluga Haus“ für benachteiligte Kinder aus den Favelas von Santa Teresa begründet.

Der Tabaluga-Drache des befreundeten Rocksängers Maffay, der gerade mit seinem MTV-Unplugged-Konzert mit anderen deutschsprachigen Künstlern begeistert, ist jetzt im Ottobock Science Center dabei. Die Hauptstadtrepräsentanz am Potsdamer Platz sahen seit der Eröffnung 2009 mehr als 800 000 Besucher. Die von Näder und Maffay initiierte Sonderschau „KinderHelden: Was Kinder bewegt“ zeigt bis 31. Dezember den Mut, die Superkräfte und die Mission von Kindern mit Behinderung und den Menschen, die sie unterstützen. Auch auf medizinischen Hilfsmitteln ist der kleine Drache abgebildet.

Die Töchter steigen mit ein

Der als Privatmann und mit seinem Konzern engagierte Unternehmer, Professor und Mäzen Hans Georg Näder war gerade beim 18. Industriekulturabend anlässlich der Verleihung des Preises für Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsgeschichte 2017 unter der Schirmherrschaft von Klaus Wowereit an Anna Rosemann zu Gast. Im Charlottenburger Ludwig-Erhard-Haus stellte er im Gespräch mit Joseph Hoppe, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, den Ottobock Masterplan 2020 für sein aktuelles Hauptstadt-Großprojekt „Bötzow Berlin“ vor. Auf dem historischen Gelände erschafft er mit Stararchitekt David Chipperfield bei einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro „einen öffentlichen Mikrokosmos-Kiez Berlin Valley inklusive faszinierender Unterwelten aus der Berliner Industriegeschichte – als Clubs, Spa, Gastro, Infinity Art Spaces und Organic Food Market aus Berlin-Brandenburg“. Bis zu 200 Mitarbeiter sollen im Frühjahr 2018 dort etwa in den Bereichen Human Mobility (Rollstühle), Forschung und Entwicklung, Digital Compliance und Patient Care, Finance, Digital Marketing und Corporate Communications das Areal der alten Bötzow-Brauerei an der Prenzlauer Allee 242 neu beleben. Die jüngste Tochter, Georgia Näder, wurde gerade mit 20 Jahren Mitglied der Geschäftsführung der Otto Bock Holding und wird die Familie im neuen Aufsichtsrat vertreten. Derzeit studiert sie „Business & Marketing“ in Barcelona. Die ältere Tochter Julia, mit 26 Jahren im Rahmen ihres BWL-Studiums Ottobock-Praktikantin in Argentinien, wird in den Vorstand der Ottobock Global Foundation berufen.

"Berlin braucht diese Denke"

Mit dem Ziel, Weltkriegsversehrte zu versorgen, gründete der Orthopädiemechaniker Otto Bock 1919 in Kreuzberg die Orthopädische Industrie GmbH. „Mein Großvater Otto Bock, Start-up-Unternehmer von 1919 aus der Köpenicker Straße in Kreuzberg, mein Vater Max, junger Student an der TU, wie auch meine Mutter Maria, Internatsschülerin in Potsdam Hermannswerder, hätten weder gewagt, in solchen Dimensionen zu denken, noch hatten wir die wirtschaftliche Kraft für solche Visionen. Ich bin sehr dankbar, unternehmerisch gestalten zu dürfen. Berlin braucht diese ,Denke‘ – nur so lässt sich Zukunft modellieren“, so Näder. Und: „Mein besonderer Dank gilt Klaus Wowereit, der unser ‚Comeback to Berlin‘ wohlwollend und weitsichtig begleitet hat.“

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