Am Mittwoch beginnen in Berlin die Sommerferien. Foto: Patrick Pleul/dpap

Ferien in Berlin Unsere Tipps für die schulfreie Zeit

Clarissa Herrmann
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Noch fast zwei Wochen sind Sommerferien: Was Kinder, Jugendliche und Familien in Berlin unternehmen können.

Noch bis zum 3. September haben rund 400 000 Berliner Schüler Sommerferien. Unsere Tipps:

SOMMERUNI AN DER FU

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien findet an der Freien Universität Berlin die diesjährige Sommeruni für Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse statt. Angeboten werden Kurse und Vorlesungen zu naturwissenschaftlichen Themen. Daneben bietet sich die Gelegenheit, Wissenschaftler, Studierende und ähnlich Interessierte kennenzulernen – und man kann schon mal ein wenig Uni-Luft schnuppern.

Für die Kurse ist die Anmeldefrist abgelaufen. Nachfragen lohnt sich aber, die Uni bemüht sich um flexible Lösungen. Die Vorlesungen, die am Nachmittag stattfinden, stehen allen Interessierten offen. Es geht unter anderem um folgende Themen: „Wie man mit Statistik lügt“, „Wie viel Gehirnverdrahtung ist genetisch kodiert?“, „Alternativen zu Tierversuchen“. Weitere Informationen zum Programm findet man im Internet unter www.fu-berlin.de/sites/sommeruni.

KÖNIGLICHES PROGRAMM

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bietet in den Sommerferien ein spezielles Programm für Kinder und Familien. Im Schloss Königs Wusterhausen können Kinder ab fünf Jahren „Malen wie ein König“ (25.8., 11 Uhr) oder „Spielen wie die Königskinder (25.8., 14 Uhr): Nach einer Schlossführung probieren die Teilnehmer im Schlossgarten historische Spiele aus. In Babelsberg führt am 26. August der Schlossdrache Johann Ludwig von Fauch Eltern und Kinder durch den Park, gemeinsam werden Rätsel gelöst und Geheimnisse gelüftet (für Kinder von fünf bis zehn Jahren). Und im Jagdschloss Grunewald gibt es am 27. August um 15 Uhr Märchentheater für Kinder ab vier Jahren: Das Galli-Theater spielt „Die Bremer Stadtmusikanten“. Vor und nach der Vorstellung kann das Schloss besichtigt werden. Weitere Informationen zum Programm unter www.spsg.de.

AUF DEN SPUREN DER FLEDERMAUS

Im Fort Hahneberg in Spandau werden für Kinder und Eltern am Wochenende Fledermausführungen angeboten. Mit einer Taschenlampe machen sich die Teilnehmer auf die Suche nach den fliegenden Bewohnern des Forts und lernen dabei etwas über die Lebensweise, die Jagdgewohnheiten und das Ortungssystem der Tiere. Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich an fledermaus@forthahneberg.de mit Namen und Anzahl der Personen. Bitte mit Taschenlampe und festem Schuhwerk kommen, das sind Voraussetzungen für die Teilnahme.

Die nächsten Termine: 25. August, 26. August, 19.30. Uhr, im September am 29. und 30.9., Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Die Führung dauert rund 90 Minuten und kostet 7,50 Euro, für Kinder (7–16 Jahre) 2,50 Euro. Adresse: Hahnebergweg 50, 13591 Berlin-Staaken. Mehr Informationen gibt es unter www.forthahneberg.de.

NEUKÖLLN TO GO

Young Arts Neukölln erkundet seinen Stadtteil. Gesucht werden die besten Spiel- und Fußballplätze, die coolsten Orte zum Chillen, die besten Burger-Läden und alle Orte, die sich besonders an Kinder richten. Aber auch die Geschichte des Stadtteils wird erforscht. Das Ergebnis wird ein eigener Stadtplan von Neukölln. Anmeldung unter info@youngarts-nk.de oder unter Tel. 6897 5422 bis zum 13. August. Für Kinder von 10 bis 13 Jahren. Die Teilnahme ist kostenfrei, das Ferienprojekt dauert zehn Tage, man kann aber auch nur die Hälfte der Zeit mitmachen. Vom 21. bis 25. August und 28. August bis 1. September, 10–15 Uhr. http://youngarts-nk.de/programm/neukoelln-go.

EIN UNFREUNDLICHES KROKODIL

Ein Bilderbuchkino für Kita-Kinder gibt es in der Bibliothek am Wasserturm in Prenzlauer Berg. Jeweils montags, am 14., 21. oder 28. August um 10 Uhr wird „Das sehr unfreundliche Krokodil“ gezeigt. Danach gibt’s Gedichte, Reime, und wer Lust hat, kann Krokodile und Elefanten aus Papier basteln. Mutige Kinder können dem Krokodil die Zähne ziehen. Bei schönem Wetter geht’s zum Spielen und Basteln auf dem Hof. Für Kinder ab 2 Jahren. Fragen und Anmeldungen (für Gruppen) unter 9029 53921. Prenzlauer Allee 227–228.

DO IT YOURSELF!

Das Museum für Kommunikation Berlin in Mitte bietet ein vielfältiges Ferienprogramm: Windräder werden gebaut, Computerspiele programmiert, Werbeagenturen gegründet – und zwar immer mittwochs von 13 bis 16 Uhr für Kinder ab zwölf Jahren und donnerstags von 14 bis 16 Uhr für Kinder ab acht Jahren. Mehr Infos zu finden unter http:// www.mfk-berlin.de/termine/kategorie/ferienprogramm/. Anmeldung unter Tel. 2029 4205. Leipziger Straße 16.

ABTAUCHEN

Die Ferien werden lang und länger? Keine Abenteuer in Sicht? Die kann man auch in Büchern finden – und sich sogar vorlesen lassen. Der Verein Lesewelt Berlin organisiert wöchentlich Vorlesestunden für Kinder zwischen 4 und 12. Die Teilnahme ist für Kinder kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Infos: http://www.lesewelt-berlin.org oder Tel. 450 89 20.

SCHNITZELJAGD IM JÜDISCHEN MUSEUM

„App durchs Museum“, so heißt es in den Ferien immer donnerstags im Jüdischen Museum. Ausgerüstet mit einem Tablet erkunden Kinder das Museum und den Garten, sie lösen Rätsel, finden Dinge und machen Bilder – und gestalten am Schluss daraus einen eigenen Kalender. Fünf Stunden dauert das Programm (10 bis 15 Uhr). Eintritt 10 Euro (inklusive Getränk), Anmeldung: Tel. 25993305 oder Mail: kinder@jmberlin.de. Treffpunkt ist gegenüber vom Museum in der Blumenthal-Akademie, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, Kreuzberg. www.jmberlin.de/ferienprogramm.

MAL ZUM FERNSEHEN

Wie werden eigentlich Fernseh- und Radiosendungen gemacht? Das können sich Schüler und Familien bei einer Führung durch den RBB erklären lassen. Die 90-minütigen Touren führen durch Radio- und Fernsehstudios, Regieräume und Sendesäle. Die Führen finden dienstags (25.7., 8.8., 29.8., jeweils 11 Uhr) und donnerstags (27.7., 17.8., 24.8., jeweils 14 Uhr) statt. Sie sind kostenlos, man muss sich telefonisch anmelden: Tel. 97993 12497. Treffpunkt für die Führungen: RBB-Fernsehzentrum, Masurenallee 16-20, Charlottenburg.

DURCH DIE STADT SPAZIEREN

Das gefällt auch Erwachsenen: Auf geführten Spaziergängen durch Berlin wandern und dabei unbekannte Orte entdecken. „Stattreisen Berlin“ bietet in den Ferien 30 verschiedene Touren an, es gibt literarische Streifzüge auf den Spuren von zum Beispiel Gottfried Benn, Franz Kafka, Hans Fallada oder Bertolt Brecht, speziell an Kinder richtet sich die Tour „Emils neue Detektive“ auf Kästners Spuren. Außerdem gibt es eine „Weltreise durchs Botschaftsviertel“, Kiezspaziergänge zu Dorfidyllen in der Stadt und Touren zu historischen Themen wie der Studentenbewegung oder zur Teilung der Stadt und zur Mauer. Die Touren dauern 1,5 bis 3 Stunden und kosten 11 Euro, die Kindertouren 5 Euro. Bei den Erwachsenen-Spaziergängen dürfen Kinder umsonst mit. Informationen und Programm unter www.stattreisenberlin.de.

GÜNSTIG AUF DIE IGA

Die Internationale Gartenausstellung in Marzahn bietet Familien während der Sommerferien montags einen vergünstigten Eintrittspreis. Bis zum 1. September zahlt ein Erwachsener in Begleitung eines Kindes (bis einschließlich 17 Jahre) 10 Euro, das Seilbahnfahren ist inklusive. Das Kind kommt umsonst rein. Die Ferienmontags-Tickets können nur an den IGA-Kassen vor Ort gekauft werden.

ZEITREISE IM FEZ

Wie hat es sich so gelebt vor 500 Jahren? Das FEZ in der Wuhlheide macht in diesen Sommerferien eine Zeitreise und verwandelt sich in ein Dorf im Jahr 1517. Kinder ab fünf Jahren schlüpfen in die Rollen von Maiden und Knappen und bestimmen mit, wie es in dem Dorf weitergeht. Sie erlassen Gesetze und üben Berufe aus, kochen im Wirtshaus oder lernen alte Handwerkskunst wie Buchdrucken, Papierschöpfen oder Münzprägen oder versuchen sich als Gaukler. Als Lohn gibt es Silberlinge. Das Tagesticket kostet 4 Euro, das Ticket für die ganzen Ferien 36 Euro. Montags bis freitags 10 bis 17 Uhr, am Wochenende von 12 bis 18 Uhr. Straße zum FEZ 2, Oberschöneweide. www.fez-berlin.de.

DAS GLÜCK SUCHEN

Das Labyrinth-Kindermuseum in Gesundbrunnen widmet sich in den Sommerferien dem Thema Glück. Was bedeutet es? Wo findet man es? Der Innenhof verwandelt sich in einen „Glücksgarten“, es gibt Mitmachstationen, an denen Kinder malen und basteln und spielen können. In jeder Woche geht es dabei um einen anderen Kontinent und die dortigen Glücksvorstellungen. Montags bis freitags 10 bis 17.30 Uhr, am Wochenende von 11 Uhr bis 17.30 Uhr. Eintritt 6,50 Euro. Osloer Straße 12, Gesundbrunnen. www.labyrinth-kindermuseum.de.

FÜR NATURFORSCHER

Im Freilandlabor Marzahn können Kinder dienstags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr mit Naturmaterialien basteln und mikroskopieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kinder ohne Begleitung benötigen die schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern. Torgauer Straße 6, Hellersdorf. Informationen unter Tel. 9989017.

EIN LEHMDORF BAUEN

Im Britzer Garten entsteht seit Jahren in den Sommerferien das Lehmdorf „Makunaima“, an dem immer weiter gebaut wird. Auch in diesem Jahr können sich Kinder und Familien beteiligen, diesmal geht es vor allem um die Herstellung einer großen Mosaikschlange und von Sitzgelegenheiten. Man kann auch einfach kleine Lehmskulpturen formen oder aus farbigem Ton Bilder gestalten. Den kürzesten Weg zum Lehmdorf hat man vom Eingang Tauernallee, Sangerhauser Weg, Britz. Gebaut und geformt wird dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, am Wochenende von 13 bis 18 Uhr. Nur Parkeintritt erforderlich.

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