Die neue Grundschule soll östlich der Goltzstraße gebaut werden. Foto: Senatsverwaltung
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Die ersten Wohnungen werden im kommenden Frühjahr bezogen, aber: "Pepitaschule" wohl nicht vor 2020

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Private Bauherren arbeiten schneller als der Senat. Während im kommenden Frühjahr die ersten Mieter in den Hakenfelder Pepitahöfen einziehen, kommt die Grundschule erst später.

In Hakenfelde geht eines der größten Wohnungsbauprojekte in Spandau seiner Vollendung entgegen. Im kommenden Frühjahr sollen die ersten der 1024 Wohneinheiten der Pepitahöfe an der Goltzstraße bezugsfertig sein. Doch vor dem Schuljahr 2020/21 wird den dort lebenden Kindern wohl keine nahe Grundschule zur Verfügung stehen. Ein spanisch-deutsches Architektenbüro gewann jetzt immerhin den nicht öffentlichen Realisierungswettbewerb der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Architektenbüro aus Madrid erhielt den Zuschlag

Den Zuschlag der Jury erhielt das spanische Architektenbüro Sulitze Munoz Arquitectos aus Madrid mit Dependance in Hamburg. Es hat unter anderem zahlreiche Hotels in beiden Ländern entworfen, ebenso den geplanten Umbau der Zuflucht-Kirche an der Westerwaldstraße zu einem Stadtteilzentrum. Geplant ist eine zunächst dreizügige Grundschule mit Sporthalle, die als inklusive Schwerpunktschule konzipiert ist. Sie soll im Rahmen des Berliner Modellprojektes zur Beschleunigung von Schulbauten für rund 23 Millionen Euro errichtet werden.

Baubeginn frühestens Ende 2018

Die Schule soll entlang der Goltzstraße gegenüber der Pepitahöfe errichtet und mit der Sporthalle durch einen geschlossenen Übergang verbunden werden. Der hinter dem Gebäude liegende Schulhof wird durch eine bestehende Pappelallee von der Außensportanlage getrennt. „Die Gespräche über die Realisierung haben bereits begonnen“, sagt der auch für die Schulen zuständige Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Mit einem Baubeginn sei allerdings frühestens Ende 2018 zu rechnen.

Bezirk drängt auf sofortigen Ausbau mit vier Klassenzügen

Der Siegerentwurf berücksichtigt die in der Auslobung geforderte Möglichkeit einer Erweiterung der Schule auf vier Klassenzüge. „Nördlich des geplanten Schulbaukörpers befindet sich eine Flächenreserve von 396 Quadratmetern“, so die Sprecherin der Senatsverwaltung, Karin Dietl. Hier könnte das Gebäude bis zur Mertensstraße hin verlängert werden. Der Bezirk drängt angesichts der prognostizierten Entwicklung der Schülerzahlen allerdings darauf, die neue Schule gleich für vier Züge zu bauen. Alles andere würde keinen Sinn machen und das Projekt unnötig verzögern und verteuern, so Helmut Kleebank. In Schreiben an die Staatssekretäre Klaus Feiler (Finanzen) und Mark Rackles (Bildung) will der Bürgermeister nochmals die Notwendigkeit begründen. Die Bildungsverwaltung habe bereits zugesagt, den Bedarf zu bestätigen.

Die Kinder im Grundschulalter der ersten Familien, die ab dem kommenden Frühjahr in die Pepitahöfe ziehen, müssen zunächst in vorhandenen Bildungsstätten untergebracht werden. Es sei abzuwarten, wie viele der künftigen Mieter innerhalb des Bezirks umziehen und ihre Kinder an der bisherigen Schule belassen wollen, so Kleebank. Für die, die einen neuen Schulplatz benötigen, „denken wir über vorübergehende Lösungen nach“. Für sie kämen die Carl-Schurz-Grundschule an der Hakenfelder Straße und auch die deutlich weiter entfernte Grundschule am Eichenwald in Betracht. Eventuell würden sich auch Lösungen „jenseits der Havel“ anbieten.

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