Die Täter geben vor, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei ihre Teppiche in Deutschland zu verkaufen. (Symbolbild) Foto: Rainer Jensen/dpap

Betrüger in Berlin Polizei warnt vor dem alten Teppich-Trick

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Die Täter erbeuten in Berlin vier- bis fünfstellige Beträge von ihren Opfern, um vermeintliche Zollgebühren für Teppiche aus der Türkei zu bezahlen.

Derzeit lebt in Berlin eine altbekannte Masche des Trickbetrugs wieder auf: Wie die Polizei mitteilte, werden vornehmlich Senioren angerufen, die in der Vergangenheit Teppiche in der Türkei erwarben. Auf diesem Vertrauensverhältnis basierend, bieten die Täter zunächst einen Hausbesuch an, um die erworbenen Teppiche zu begutachten und gegebenenfalls eine Teppichpflege anzubieten.

In der Folge erscheinen die Täter – Vater und Sohn – persönlich bei ihren Opfern und geben vor, auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei nun in Deutschland ihre Ware verkaufen zu wollen. Die Teppiche sowie eine hohe Summe Bargeld befänden sich jedoch in noch nicht freigegebenen Containern beim Zoll.

Psychischer Druck auf die Opfer

Durch ihre eindringliche und überzeugende Art gelingt es den Tätern, jeweils Geldbeträge im vier- bis fünfstelligen Bereich von ihren Opfern zu erlangen, um die Zollgebühren für die vermeintlichen Container bezahlen und diese so auslösen zu können. Die Opfer vertrauten vergeblich darauf, dass ihnen die Gelder, wie versprochen, umgehend zurückgezahlt würden.

In einem der Fälle wurde eine Frau über mehrere Tage von den Tätern kontaktiert und immer wieder unter Vorspiegelung verschiedener Notlagen sowie Ausübung psychischen Drucks überredet, noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Die Polizei rät zu Wachsamkeit, insbesondere bei unerwarteten Anrufen und empfiehlt, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen. (Tsp)

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