Auch vor dem Kriminalgericht Moabit soll die Straßenbahn künftig halten, ab 2020 wird gebaut. Visualisierung: Ing.-Büro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH/BVG
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Berliner Straßenbahnlinie M10 Tram nimmt Kurs auf die Turmstraße

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Bis Januar können die Planungsunterlagen für die neue Strecke eingesehen werden. Der Bau soll 2020 beginnen und auch abgeschlossen werden.

Bei der Neubaustrecke der Straßenbahn vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße folgt jetzt die nächste Runde: Die Planungsunterlagen werden vom 27. November bis einschließlich 5. Januar im Rathaus Tiergarten öffentlich ausgelegt.

Damit beginnt offiziell das Planfeststellungsverfahren, das Voraussetzung für den Bau ist. Vom 22. Dezember bis einschließlich 2. Januar ist das Einsehen nicht möglich. Anregungen und Kritik fließen in das Verfahren ein.

Es soll 2019 beendet sein. Mit dem Bau will man 2020 beginnen und im gleichen Jahr auch fertig werden. Die Kosten der 2,1 Kilometer langen Strecke sind mit 20 Millionen Euro veranschlagt. Sie führt über die Invalidenstraße, Alt-Moabit und die Rathenower Straße bis zum U-Bahnhof Turmstraße.

Die Haltestelle dort befindet sich in Mittellage unmittelbar am Aufzug zum U-Bahnhof. Der Aufzug bekommt deshalb auch auf der Westseite einen Eingang. Um die anderen U-Bahn- Eingänge zu erreichen, muss die Turmstraße überquert werden.

Schneller und günstiger

Fahren sollen auf der Neubaustrecke die Bahnen der Linie M10, die an der Warschauer Straße startet. Eingesetzt werden sollen dann die längsten Bahnen der BVG – in den Hauptverkehrszeiten im Abstand von fünf bis sieben Minuten; nachts sollen sie alle 30 Minuten fahren.

Die Straßenbahn sei schneller und kostengünstiger zu bauen als eine U–Bahn, erklärte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne). Ursprünglich war vorgesehen, die U-Bahn vom Hauptbahnhof zur Turmstraße zu verlängern. Die Planer arbeiten schon am Weiterbau der Straßenbahn, die dann am Bahnhof Jungfernheide enden soll.

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