Im KZ Sachsenhausen wurde Eljasz Kaszke am 17. März 1940 von den Nazis ermordet. Foto: Patrick Pleul/dpa
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Berliner Fußball im Dritten Reich Hertha auf den Spuren eines jüdischen Vereinsmitglieds

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Eljasz Kaske war Hertha-Mitglied und wurde 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet. Nun arbeiten Fans des Vereins in Oranienburg seine Biografie auf.

Hertha-Fans untersuchen das Schicksal eines weiteren jüdischen Vereinsmitglieds während der Zeit des Dritten Reichs. Nachdem sie 2017 die Geschichte von Hermann Horwitz, dem von den Nazis in Auschwitz ermordeten ersten Mannschaftsarzt von Hertha BSC, erforscht hatten, folgt nun das Leben von Eljasz Kaszke.

Er war einfaches Berliner Vereinsmitglied und wurde am 17. März 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet. Viel mehr ist bislang nicht bekannt. Das soll sich im Rahmen des Projekts „Aus der eigenen Geschichte lernen“, initiiert von Fanbetreuung, Fanprojekt und der Gedenkstätte Sachsenhausen, nun ändern.

Auftakt ist an diesem Wochenende ein Workshop in der Gedenkstätte in Oranienburg. 17 Hertha-Fans recherchieren in den Archiven. Im April sollen die Ergebnisse und eine Biografie vorgestellt werden. Für Horwitz war 2013 in Charlottenburg ein Stolperstein verlegt worden, seine Biografie stellten Hertha-Fans zum 125-jährigen Klub-Bestehen vor.

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