Die S-Bahn ins Umland soll entlastet werden. Foto: imago/Sven Lambert
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Berlin und Brandenburg Neue Buslinien sollen S-Bahn ins Umland entlasten

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Angesichts der Überlastung des Öffentlichen Nahverkehrs planen Berlin und Brandenburg eine Entlastung der S-Bahn durch Busse.

Zur Bewältigung der Pendlerströme zwischen Berlin und Brandenburg denken beide Länder über den Auf- und Ausbau von Ringbuslinien am Stadtrand der Hauptstadt nach. Hintergrund der Überlegungen ist die zeitweise Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs ins Berliner Umland und darüber hinaus. Hier erwarten Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) und Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) erst mit dem Fahrplanwechsel Ende 2022 Entlastungen. Es brauche bis zu fünf Jahre Vorlauf, bis die Verkehrsinfrastruktur – mit neuen Bahnlinien sowie besseren Taktzeiten – nachgerüstet werden könne. Die Politikerinnen sagten dem Tagesspiegel in einem Doppelinterview über den Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg, dass die Pendlerzahlen in beiden Richtungen steigen und über dem Bundesdurchschnitt liegen.

280.000 Pendler

„Wir haben im Moment Pendlerzahlen von insgesamt 280.000“, sagte Schneider: „200.000 Brandenburger pendeln nach Berlin; 80.000 Berliner pendeln nach Brandenburg.“ Man sei mit den Verkehrsunternehmen im Gespräch, wie man im Rahmen der bestehenden Verträge Verbesserungen der Nahverkehre erreichen könne. Lompscher sagte zu den Staus und zu Hauptverkehrszeiten überfüllten S-Bahn-Zügen: „Im Zuge der Planung neuer Stadtquartiere, die wir für den größeren Wohnraumbedarf vorsehen, und vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung schienengebundener Verkehrsinfrastruktur in der Regel einen längeren Vorlauf hat als andere Erschließungen, spielen natürlich auch andere Überlegungen eine Rolle. So wäre z.B. der Ausbau von Ringbuslinien denkbar.“


Das komplette Interview können Sie im Immobilienteil der Sonnabendausgabe des Tagesspiegels lesen.

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