In Falkenberg sollen auch Familien mit kleinerem Geldbeutel heimisch werden. Simu: Dt. Eigenheim AGp

Berlin-Lichtenberg Wohnsiedlung "Mein Falkenberg" wechselt in Landeshand

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Drei städtische Wohnungsbaugesellschaften kaufen „Mein Falkenberg“ in Lichtenberg. Dort sollen 1200 Wohnungen entstehen.

Die drei städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewobag, Gesobau und Howoge haben einen dicken Fisch an Land gezogen: In Falkenberg, am nördlichen Rand von Lichtenberg, kaufen sie von der Deutschen Eigenheim AG und Interhomes AG rund 1200 Wohnungen. Eine Sprecherin der Gewobag bestätigte die Transaktion. Die Wohnsiedlung „Mein Falkenberg“ nördlich der Ahrensfelder Chaussee war bislang als privates Joint Venture der beiden Unternehmen vorangetrieben worden, doch das Übernahmeangebot der Städtischen war finanziell offenbar ausreichend attraktiv. Zudem lockte der Verkauf im Paket an einen „risikofreien Käufer“, wie Winfried Schwatlo, Vorstand der Deutsche Eigenheim, dem Tagesspiegel sagte.

245 Millionen Euro kostet das fertige Wohngebiet

Der Verkaufspreis beträgt rund 245 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon trägt die Gewobag. Sie erhält auch den Großteil der Wohnungen. Auf dem 13 Hektar großen Areal nahe dem Bahnhof Ahrensfelde entstehen mehr als 700 Geschosswohnungen und 500 Reihenhäuser. Das Bauprojekt zielte laut Schwatlo ursprünglich auf zahlungskräftiges Publikum, doch dafür fehlte es an Nachfrage. Falkenberg ist eine einfache Stadtrand-Wohnlage. Erst durch den Schwenk auf „bezahlbare Mieten“ – Schwatlo spricht von 8,50 Euro pro Quadratmeter – habe man den „Rückenwind des Marktes“ gespürt.

Ein Drittel der Wohnungen soll barrierefrei, ein weiteres Drittel als Sozialwohnungen gebaut werden. Anfang 2018 sollen die ersten Wohnungen fertig sein, das gesamte Bauprojekt erstreckt sich in Etappen über insgesamt vier Jahre. Die Wohnungsbaugesellschaften sollen ihren Bestand drastisch erhöhen, durch Neubau oder den Kauf von Wohnungen. Allerdings fehlt es an bebaubaren Grundstücken und Kaufangeboten.

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