Anti-Plastik-Aktion des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums. So wirbt die 10d der Ardenne-Schule um Plastikvermeidung. Foto: privat
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Berlin-Lichtenberg Ein Weihnachtsbaum als Mahnung

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Schüler des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums in Hohenschönhausen haben sich dieses Jahr für eine sehr spezielle Weihnachtsdekoration entschieden.

Von Weitem könnte da alles hängen – bunte Glaskugeln, Papiergirlanden oder rote Äpfel. Wenn man aber die Treppe zum ersten Stock des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums hochgeht und direkt vor dem Tischchen mit dem Weihnachtsbaum stehen bleibt, ist schnell klar: Hier gibt es nichts außer Müll. Plastikmüll.

Der Baum ist Teil eines großen Projektes, das die Klasse 10d umtreibt. Alles fing damit an, dass sich die Hohenschönhausener Schüler im Unterricht mit Plastik und den daraus resultierenden Umweltproblemen beschäftigten. Je mehr ihnen bewusst wurde, welche Konsequenzen der Plastikverbrauch hat, desto stärker wurde das Interesse daran, das Thema zu vertiefen, berichtet Ethik- und Deutschlehrerin Angelika Hebestadt.

"Größte Gefahr unserer Ozeane"

Während es zunächst darum ging, dass jeder seinen eigenen Umgang mit Müll überprüfen sollte, wurden in einem weiteren Schritt die Elternhäuser und die Schule selbst unter die Lupe genommen – und das Ganze bekam einen Namen: „Plastic isn’t fantastic“ lautet er und dient inzwischen als Motto des Blogs, um den sich einige der Zehntklässler kümmern.

Auch auf der Homepage der Schule spielt das Projekt eine Rolle. Dort ruft die 10d alle Mitschüler auf, „nicht so verschwenderisch mit Plastik umzugehen“. Plastikmüll sei neben dem Klimawandel „die größte Gefahr für unsere Ozeane“. Daher formulieren die Schüler als Hauptziel, dass möglichst viele Mitschüler erkennen und vermitteln, dass „jeder von uns allen mithelfen kann, die Situation zu verbessern“.

Damit das gelingt, wird auch im Schulalltag dafür gesorgt, dass das Thema nicht in Vergessenheit gerät – etwa durch schulische Bildschirmschoner, die vermüllte Strände zeigen, oder aktuell durch den Weihnachtsbaum, den sie mit dem Verpackungsmüll behängten, den sie zu Hause fanden.

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