In der Nacht wurde ein 47-Jähriger in Friedrichshain attackiert und verletzt. Foto: Kitty Kleist-Heinrichp

Berlin-FriedrichshainVermummte attackieren polizeibekannten Rechten

Von Magdalena Thiele83 Kommentare

Angreifer besprühen einen 47-Jährigen in Friedrichshain mit Reizgas, nachdem er sich abfällig über die linke Szene geäußert hatte.

Unbekannte haben gestern Abend einen Mann in Friedrichshain angegriffen und verletzt. Seinen Angaben zufolge war der 47-Jährige gegen 18.30 Uhr mit fünf Bekannten auf der Kreuzung Rigaer Straße Ecke Liebigstraße unterwegs. Dort tat er vor Passanten lautstark seinen Unmut zu den Protesten am Rande des G20-Gipfels in Hamburg kund und forderte die linke Szene auf, Berlin schleunigst zu verlassen.

Am Bersarinplatz trennte sich die Gruppe. Der 47-Jährige setzte seinen Weg alleine über die Petersburger Straße zur Frankfurter Allee fort und lief dann in Richtung Proskauer Straße. Dort kam ihm eine fünfköpfige, zum Teil vermummte Personengruppe entgegen. Eine Frau aus der Gruppe soll ihn dann beschimpft und getreten haben. Anschließend soll der Attackierte aus der Gruppe heraus mit einem Reizgas besprüht worden sein.

Eine Joggerin beobachtete dann zwei dunkel gekleidete und vermummte Personen, die mit Metallstangen bewaffnet aus der Petersburger Straße kamen und sich zu der angreifenden Gruppe begaben. Anschließend liefen alle Angreifer durch einen Hausdurchgang von der Frankfurter Allee in die Liebigstraße. Eine Suche nach den Tätern verlief bislang erfolglos. Rettungssanitäter behandelten den Verletzten vor Ort. Der 47-jährige ist der Polizei bereits bekannt. Er ist mehrfach wegen rechtsmotivierter Straftaten in Erscheinung getreten. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

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